So der Artikel war auch schon fertig geschrieben und deswegen kommt der auch direkt drauf.
Das war jetzt also der vierte Tag in Thailand.
Heute morgen hatten wir unsere erste Unterrichtsstunde in Thai mit Khun-Thepthai. Ist gar nicht mal so einfach sich das alles zu merken. “Sawadi khrap” (Hallo) geht ja noch, aber wenns dann an ganze Sätze wie “Khun a yu thao rai?” (Wie alt bist du?) geht, wird das ganze schon schwerer. So viele Vokabeln warens aber auch nicht, war ja schließlich unsere erste Stunde und nur n paar Basics.
Nachdem Paolo und der Hausmeister, mit dem ich schon die Wand gestrichen hab, die Moskitonetze an der Wand befestigt hatten, hab ich den anderen in einem kleinen Workshop gezeigt wie man mit Blogs umgeht, jeder will einen haben, bis auf Tobi hatte aber noch nie jemand einen. Hat nicht lange gedauert, ist ja auch ein einfaches Thema.
Nach dem Mittagessen, ich glaub das war irgendwas mit Reis… , waren wir dann wieder im Tesco Lotus einkaufen. Diesmal wurden wir aber nicht hinkutschiert, sondern mussten selbst sehen wie wir hinkommen. Nachdem wir an einer brüchigen “Bushaltestelle” (Foto lad ich noch hoch) ne Viertelstunde gewartet hatten, ist dann endlich ein “Saw Theo” (Zwei Bank) gekommen der in die richtige Richtung fuhr. Das sind einfach Pickups die hinten drauf ein Blechdach und zwei lange Bänke haben. Hinfahrt 25 Baht, Rückfahrt 30 Baht, aber auch nur, weil der Fahrer eigentlich in die andere Richtung wollte und extra für uns nochmal gedreht und uns direkt vor die Haustür gefahren hat. Weil hinten zu wenig Platz war bin ich dann vorne eingestiegen.
Als ich mich angeschnallt hab, hat er mir wild gestikulierend klar gemacht dass das überhaupt nicht nötig wäre, fast schon so als ob es total falsch wäre sich anzuschnallen. Wie konnte ich auch nur auf so eine Idee kommen…
Hat dann gefragt wo wir herkommen: “England? USA? England?” – Ich: “Germany.” – Er: “Ah Germany! Philipp Lahm! Philipp Lahm! Very good! Captan!” (mit einem breiten Grinsen im Gesicht hat er die Kapitänsbinde am Arm gezeigt)
Dann hat er auch noch die ersten vier Plätze der letzten WM aufgezählt, auch wenn sein “Uruguay” auf Platz 4 ziemlich schwer verständlich war.
Ich wollte ihn mit meinen neugewonnenen Thaikenntnissen beeindrucken, schließlich freuen sich die Leute hier schon wenn man ihnen nur “Hallo” auf Thai zuruft. Naja, wie gesagt.. die Vokabeln sind nicht so ganz einfach zu merken. Rausgekommen ist dann wohl etwas das sich für ihn angehört haben muss wie “Wie heißt du alt sein?”.
Dementsprechen verwirrt hat er mir dann auch irgendwas auf Thai vorgebrabbelt und dann erzählt, dass er 51 ist, dabei wollte ich gar nicht wissen wie alt er ist, interessiert mich ja gar nicht, sondern seinen Namen. Stattdessen hat er aber einfach weiter geredet und erzählt dass er zwei Frauen hat… oder zwei Kinder… oder beides.. so sicher war ich mir da nicht 
Trotzdem war er so nett uns direkt nach Napong zu fahren, so heißt das Dörfchen hier wohl. Zum Abschied hat er den anderen dann auch nochmal lachend ein “Philipp Lahm – very good!” entgegen geworfen, die saßen ja schließlich hinten drin und hatten das ganze nicht mitgekriegt.
Als wir zurück waren hatten wir dann noch ne kleine Sitzung mit Khun-Thep der erzählt hat wie das morgen so alles abläuft, die drei Lehrer gehen ja das erste mal in die Schulen morgen. Müssen schon um 9 aufstehen. Ich brauch erst gegen 14 Uhr fertig sein, dann zieh ich nach Chiang Mai um, wo ich den Rest des Jahres wohnen werde. MIT INTERNET!
Allerdings werde ich da wider Erwarten nicht alleine wohnen und leben, sondern mit Jakob, dem anderen Organisator zusammen, der davon bis vor kurzem auch nichts wusste. Wir wohnen wohl 15 Kilometer vom Stadtzentrum weg und den Motorradführerschein konnten wir heute doch noch nicht machen, da gibts noch bürokratische Probleme zu lösen und ohne dürfen wir wegen der Deutschen Versicherung nicht fahren, auch wenn das in Thailand aufs gleiche rauskommt. ‘Fahren können’ heißt hier, dass man es schafft den Berg halbwegs rauf und runter zu fahren.
Beim Abendessen gabs heute Reis und Omlett mit so nem komischen grünen Kohlzeugs, naja, kann ja nicht immer perfekt sein. 
Das Ei und der Reis haben dafür gut geschmeckt.
Hoffentlich ist die Wohnung in Chiang Mai mindestens so gut wie hier die Wohnung aber ohne Mücken. Fünf Stunden Busfahrt sollen sich ja schließlich lohnen!
Vielleicht gehen wir auch noch auf den Night Basar, brauchen beide noch dringendst kurze Hosen.
Bei der Arbeit dürfen wir zwar nur lange Hosen tragen, aber zuhause und in der Stadt ist das dann doch etwas warm am Anfang.
Vielleicht krieg ich ja ein Fahrrad irgendwo günstig her, 15km sind zwar nicht schön in der Hitze, aber immer vom gemeinsam gemieteten Motorrad abhängig zu sein wär auch nicht so klasse. Und selbst eins mieten kostet 60€ pro Monat plus Benzin und das auch nur, wenn man das Ding für ein Jahr mietet. Bei 100€ Taschengeld von der Organisation ist das dann doch eher nicht gut, obwohl es natürlich sehr günstig ist. Der Wäscheservice kostet so um die 10€ im Monat und ist quasi ne Flatrate für Waschen und Bügeln von Klamotten. Nur Bringen und Holen muss mans selbst. Auch super günstig und besser als selbst Waschmaschine und Bügeleisen zu kaufen, kratzt aber natürlich auch am Monatsbudget.
Naja, wir schon gut werden.