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Schritte wagen

Neverending journey - Do, 08/26/2010 - 10:27
First of all I welcome the first Ghanaian visitor on my blog! I´m sorry for writing in German most of the time but otherwise some of my friends and family won´t understand what´s happening in my life when writing in English. I hope I will write in English from time to time, too. But now some motivational songtext for the other German volunteers going abroad soon.

Bald ist es soweit. Heute noch 2 Wochen und dann geht es auf zum Flughafen. Was für mich aber noch ein wenig Zeit hat, ist für einige andere von meinem Ausreiseseminar aber fast schon Wirklichkeit. Die ersten werden jetzt am Wochenende starten und in ihren Gastländern ankommen, das Projekt kennen lernen und neue Erfahrungen machen.
Aus diesem Grund möchte ich insbesondere euch anderen Freiwilligen einen Liedtext mit auf den Weg geben, der euch Vertrauen in euch selbst geben soll und zum Durchhalten motiviert, auch wenn es mal nicht so laufen sollte, wie man es sich vorstellt.

"Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg. Schritte wagen im Vertraun, dass letztlich er mich trägt. Schritte wagen, weil im Aufbruch ich nur sehen kann: für mein Leben gibt es einen Plan.
 
Schritte kann man manchmal sehen, Spuren, die noch nicht
verweht. Wege, die auch andre gehen, ob da jemand vor mir geht ?
 
Schritte kann man manchmal hören, Kindertrippeln, Stöckelschuh,
Gleichschrittschritte,die mich stören, Schritte kommen auf mich zu.
 
Schritte kann man manchmal spüren, Freude will mit mir hinaus.
Füße fangen an zu frieren, tanzen sie sich dann nicht aus.
 
Schritte kann man sich erdenken, klug beschreiben einen Schritt.
Manches kann man sich auch schenken, nimmt der Kopf den Fuß nicht mit.
 
Schritte kann und darf man gehen, Schritte führen uns zum Ziel.
Ohne Schritte bleibst du stehen und verpaßt dabei so viel.

Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg. Schritte wagen im Vertraun, dass letztlich er mich trägt. Schritte wagen, weil im Aufbruch ich nur sehen kann: für mein Leben gibt es einen Plan"


Viel Spass und eine gute Zeit uns allen auf dem afrikanischen Kontinent!
Kategorien: Afrika

Bye Bye Blackbird

Bahsa Indonesia - Do, 08/26/2010 - 09:57

Wie im Flug vergingen die letzten Wochen, auch wenn es mir damals noch wie eine Ewigkeit vorkam, bis ich endlich wieder in Deutschland sein wuerde. Nach dem Abschlussseminar, einer Hochzeit, einer schoenen Abschiedsfeier im Waisenhaus und 3 Wochen in Kambodscha, sind es jetzt gerade mal 5 Tage, die ich noch im Waisenhaus verbringe. Da meine Mitbewohnerin Miriam schon seit letzter Woche wieder in Deutschland ist, kommt mir diese Zeit jetzt schon vor wie ein Traum oder eine Erinnerung vergangener Momente.

Eine wunderschoener Abend

Es haette nicht besser sein koennen. Die netten Worte der Obrigkeit, eine gelungene Jam Session Performance mit den Jungs vom Waisenhaus, die 174 Pfannekochen, die rechzeitig fertig wurden und der Besuch meines Freundes Wisnu; all das machte unsere Abschiedsfeier in Salatiga zu einer wunderschoenen Erinnerung. Wisnu, ein Student der selbst fuer 2 Jahre in Deutschland wohnte, stellte Anfang des Jahres mit Freunden eine Art Zelt-Schatten-Puppentheater auf die Beine, die an das indonesische Wayang anknuepft. Sie sind eine super Truppe, sehr lustig und kreativ; kreativ genung, um die Stuecke spontan aufzufuehren und gewuenschte Inhalte wie Hygene, Traeume fuer die Zukunft der Jungs, Muelltrennung etc. noch einzubringen. Im Nachhinein sagten die Studenten, dass es ihre beste Vorfuehrung war, was vor allem am Interesse und dem „Mitfiebern“ der Waisenhaus-Kinder lag. Was kann ich da noch mehr erwarten?

„Ein weiteres Gesicht Asiens“ oder „Zwei Wochen ohne Strom...“

Acht Stunden nach dem Zelt-Schatten-Puppentheater sassen Puji und ich im Flugzeug nach Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas. Als Koordinatorin von IIWC wollte Puji einem Freund der NGO „CYA“ helfen ein Workcamp auf die Beine zu stellen. Ich nuzte die Gunst der Stunde, um einen Einblick in das Land zu bekommen, von dem ich bis zu diesem Zeitpunkt nur wusste, dass es zu den armsten Laendern der Welt gehoert. Mich ueberraschte schon im Flugzeug das Ausmass Phnom Penhs, nicht viel groesser als Bonn und von Hochhaeusern war auch keine Spur. Ich fand heraus, dass das kummunistische Regime „Kymer Rouge“ die Bevoelkerung zum Gleichmachungsprozess wieder aufs Land schickte. In dem halben Jahrzehnt ihrer Herrschaft starben Millionen direkt durch die Hand des Regimes oder an Hunger, weil Nahrung im Austausch gegen Waffen ins Ausland exportiert wurde. Die Statisktik besagt, dass die Haelfte der Bevoelkerung 15 Jahre alt oder juenger ist.

Dieses Bild zeigte sich auch im Nationalpark suedwestlich der Hauptstadt, wo in einem Dorf das Workcamp stattfand. Umgeben von Kindern aller Aktersgruppen verbrachten wir dort zwei Wochen mit dem Verbessern vor Pfaden, die zu Wasserfaellen fuehren, dem Pflanzen von Reis, Streichen und Bauen einer Bibliothek und viel Zeit mit Kochen. Abends spielte ich mit der netten Truppe unter dem Schein der Batterie-betriebenen Lampe immer Karten; neben den Autobatterien gab es naemlich keinen Strom. Aber das war auch gar nicht wirklich noetig. Die in indonesien so beliebten Liebessendungen im Fernsehen sind naemlich auch dort heiss begehrt. Die Vorstellung, dass jeder einen Fernseher hat und wie der Dorfchef jeden Abend ein kleines Schnulzen-Kino mit grossen Verstaerkern veranstalten kann...

Die letzte Woche verbrachten Puji und ich in tausenden NGO oder fairtrade Shops, um uns mit Oleh-Oleh (Souvenirs) auszustatten; ich fuer meine Rueckkunft nach Deutschland und sie fuer das Ende der Fastenzeit Ramamdan. An Sienuvilles Straenden lernte ich von einigen Kids, die Armbaender verkaufen, coole Varianten kennen, selbst welche herzustellen. Am letzten Tag vor der Abreise durfte ich dann noch die Ausmasse der weltgroessten Tempelanlage, das sagenumwobene Ankor, bewundern.
Nach Flugaufenthalten und langen Fahrten mit dem Bus befand ich mich dann 2 Tage spaeter wieder in Salatiga, wo mich mal wieder der Schimmel begruesste!

Mein letztes Projekt: Eine Chance

Leider spielt in der Politik und der Gesellschaft Indonesiens Bildung noch keine große Rolle. Das System und der Unterricht der Schulen brachten nicht nur mich zum Verzweifeln. Von allen Menschen, die hier neben dem indonesischen noch ein anderes Bildungssystem kennen, habe ich Ähnliches gehört. Zusätzlich ist Korruption auch an Universitäten verbreitet. Das führt dazu, dass sogar jetzt noch einige Englisch-Lehrer einen Abschluss bekommen, ohne ein Gespräch auf Englisch führen zu können. Der Unterricht findet dementsprechend auf Indonesisch statt. Anders als in Indien, wo selbst ärmere Familien versuchen ihre Kinder zur Universität zu schicken, ist diese Mentalität hier nicht weit verbreitet.
Um das ganze marode System zu ändern, braucht es vor allem mehr Leute, die eine gute Ausbildung haben, zur Universität gehen, oder Auslandserfahrungen machen. Und da kommt wieder die Finanzierung ins Spiel. Für ein Semester Medizin muss man in Indonesien zum Beispiel ganze 6000€ zahlen. Damit wird Bildung ein Privileg der Reichen. Zusammen mit Muhammadiyah haben wir deswegen einen Projektplan aufgestellt, der das Ziel hat, einigen Jungs den Gang zu Universität zu ermöglichen. Geplant ist, dieses Projekt zur Basis der Freiwilligenarbeit in Salatiga zu machen. Schulnoten, Engagement im Waisenhaus, Beteiligung am Englisch-Unterricht und an anderen Aktivitäten werden bei der Auswahl der Kandidaten eine Rolle spielen. Einige Jungs bekommen daraufhin ein Stipendium von Muhammadiyah und dem Deutschland-Fund. Grundlage für die Idee ist, dass Muhammadiyah über ganz Java verteilt Waisenhäuser (und Universitäten) hat in denen die Studenten kostenlos essen und wohnen können. Von der deutschen Seite werden die Semesterkosten bezahlt (50-150 €), sowie die Hälfte des Bücher-, und Taschengeldes. Die andere Hälfte wird von Muhammadiyah übernommen. Allerdings machen die ersten potentiellen Kandidaten erst in zwei Jahren ihren Schulabschluss, was den Beginn des Projekts hinauszögert. Darüber hinaus ist noch unklar, wie lange der indonesische Projektpartner von Muhammadiyah, mein local partner Pak Hamam, fürs Studium ins Ausland geht. Denn in Indonesien muss genügend Betreuung für die Jungs vorhanden sein. Semesterberichte und Zeugnisse der Uni werden zweimal jährlich an die deutsche und indonesische Projektleitung geschickt. Sie sind notwendig, um den Fortschritt zu überprüfen und gegebenenfalls den Geldhahn abzudrehen. Das nächste Jahr mit dem Weltwaertsler Christian wird zeigen, ob genügend Engagement von der indonesischen Seite kommt und das Projekt eine Zukunft hat.

Kommentare

Kategorien: Asien

Sooooo….

Fionn geht Weltwärts - Do, 08/26/2010 - 02:28

uhhh na was ist das??? Mein erstes mal in live.....

Zuerst würde ich gern auf Felix super geschriebenen, mit tollen Fotos versehenden Artikel über unseren Ausriss der Zivilisation verweisen: http://felixgehtweltwaerts.wordpress.com/2010/08/12/von-guayabal-nach-constanza/

Ich hatte eigentlich vor nochmal abschliessend über Kritik an Weltwärts und AFS usw. schreiben. Aber durch meine Mitfreiwillige, Nina, bin ich auf einen Weltwärts-Blog gestossen aus dem ich hier mal rezitiere. Vorher würde ich nur noch gern folgendes loswerden: Das Programm Weltwärts (WW) lässt zu das Entsendeorganisationen wie AFS handeln wie kapitalistische Unternehmen. Ein WW-Freiwilliger soll dem Projekt nichts kosten. In unserem Falle zahlt Projekt für Essen, Transport und Gastfamilie. Etwa 9000$PESOS/Monat. Bei 13 Freiwilligen ~26.000 EUR/Jahr, was das Projekt zahlt in dem wir als „Freiwillige“ sind. Was in dem Falle unser Projekt zahlt, spart am Ende AFS. In den Worten von RaphaQuantitaet geht auf Dauer immer zu Lasten von Qualitaet…„. Zwar hat AFS es irgendwie geschafft, das es keine Probleme mit dem Programm gibt. Aber das Problem ist, sie könnte was tun. Das Geld steht von Deutschland zur verfügung. Natürlich hätte unsere Projekt auch sagen können „Stopp, wir zahlen nicht„, aber das müsste unsere Entsendeorganisation eigentlich besser wissen. Was ich damit ausdrücken will, dass es besser gehen könnte. Es wäre richtig gewesen, wenn die Entsendeorganisation sich dafür einsetzt, zu verhindern, dass das inländische Projekt für uns zahlt.

Die folgende Rezitierung trifft so ziemlich meine Lage und meine Gedanken und ist echt toll geschrieben.

http://amakuru.blogsport.de/2010/06/20/friede-freude-eierkuchen-das-weltwaertsprogramm/

[…]
Ich denke, der Erfolg haengt neben einem selbst auch ganz entscheidend von der Arbeit der Entsendeorganisation ab. Ich bin ueber Sofia,eine kleine Entsendeorganisation des Bistums Trier, hier. Fuer uns wurde sich in der Vorbereitung sehr viel Zeit genommen, weit ueber Auswahlwochenende und 10-taetiges Vorbereitunsseminar, welches von weltwaerts vorgeschrieben ist, hinnaus.

Falsche Erwartungen, insbesondere die Motivation des „Helfens“, konnten so schon im Vorfeld erkannt und korrigiert werden, jedenfalls insofern das in Deutschland im Vorfeld in der Theorie moeglich war. Wir wurden auf einen sozialen Lerndienst und nicht auf einen Entwicklungsdienst vorbereitet. Ich denke, diese Klarheit ueber den eigenen Dienst ist ein wichtiger Punkt.

Dass ich kein Entwicklungshelfer bin, musste ich mir, trotz besseren Wissens aus der Vorbereitung, mir zwar hier, in einem langen, schwierigen Prozess nochmal klar machen, doch sehe ich mittlerweile auch die grosse Chance, die ich als einfacher Freiwilliger habe, der nicht unter dem Druck steht „Entwicklung“ nach Ruanda zu bringen. Natuerlich habe ich eine regulaere, „greifbare“ Arbeit, doch die ist nach meinem Verstaendniss und nach dem meiner Bezugspersonen, den Priestern, mit denen ich zusammenlebe, nicht das wichtigste meines Dienstes.
Viel wichtiger ist es mir, hier gemeinsam ein Jahr mit den Menschen zu verbringen. Ihnen zuzuhoeren und ihr leben kennen zu lernen. Ein Teil davon zu werden.
Das ist es, wozu ich die Chance bekomme.Denn das ist es auch was ich kann. Das ist es wofuer ich die Zeit und auch die Motivation mitbringe. Denn ich bin nunmal Freiwilliger und gerade kein Entwicklungshelfer.
Ich bin so langsam an dem Ende meines Freiwilligendienstes angelangt, ich bin gluecklich, habe viele, nicht immer einfache oder angenehme, Erfahrungen gemacht, die mich letztendlich aber alle sehr bereichert haben, habe mich gut in das Leben eingelebt, viele Freundschaften geschlossen,und ein Land kennen gelernt, dass mir anfangs so fremd, so anders erschien, und dass mir mit der Zeit immer vertraueter, ja zu einer Heimat wurde.
So kann ich wohl meinen Weltwaerts-Dienst auch als erfolgreich werten.

Doch das liegt neben mir selbst und der Unterstuetzung der Menschen in Ruanda um mich herrum, doch auch zu einem grossen Teil an der Entsendeorganisation, die mir gerade diese Freiwilligenstelle ermoeglicht hat.

Denn viele Freiwillige bekommen auch nicht annaehrend solch eine Chance, wie ich sie habe.
Meine Frewilligenstelle ist auf einer Freundschaft zwischen einer deutschen und einer ruandischen Gemeinede begruendet. Dieser persoenliche auch schon im Vorfeld bestehende Kontakt ist warscheinlich im Freiwilligendienstellenbusiness mittlerweile schon eher die Ausnahme, in Zeiten in denen –dank weltwaerts- Traegerorganisationen wie Pilze aus dem Boden spriessen. Aber aus meiner Sicht macht ein Freiwilligendienst nur Sinn, wenn in eine Idetifikation zwischen Freiwilligem und Projektstelle stattfindet. Und wenn du in deinem Blog den DED schon namentlich ansprichst, so kann ich sagen, dass gerade bei vielen DED-Freiwilligen, wenig Identifikation mit dem Projekt stattfindet. Das liegt nicht nur an den Freiwilligen sondern auch stark an denen, ihnen zugewiesenen ungeeigntene Projektstellen. Klar, wenn man 30 Freiwilligenplaetze im Land haben moechte, so koennen die Projektstellen nicht handverlesen sein.

Ich erlebe viele Freiwillige, nicht nur von oben genannter Organisation, bei denen wenig Identifikation mit Projektstelle oder dem Gastland stattfindet. Die entweder gemeinsam in der Hauptstadt wohnen oder zumindest am Wochenende zum partymachen herkommen. Die dadurch wenig vom Land mitbekommen.
Die frustriert sind, weil es im Projekt nicht laueft und sich gegenseitig runterziehen.
Die vor Ort schlecht betreut sind. So kann ein Freiwilligendienst nicht fuktionieren.
So ist es kein Lerndienst und ein „Entwicklungshilfedienst“ noch viel weniger

Meine Kritk an Weltwaerts ist, dass es aus der Arbeit der Traegerorganisationen ein profitables Geschaeft gemacht hat, an dem die verschiedensten Organisationen mit den unterschiedlichsten Motivationen nun partizipieren wollen. Mehr zur Verfuegnung gestellete Projektstellen bedeutet auch mehr Geld fuer die Organisationen, was daher hauefig auch schlechte Projektstellen und schlechte Betreuung durch die Entsendeorganisationen zur Folge hat, da diese sich ploetzlich um viel mehr Freiwillige kuemmern muessen.
Quantitaet geht auf Dauer immer zu Lasten von Qualitaet, mir laueft ein Schauer ueber den Ruecken wenn ich von dem gesteckten Ziel von 10.000 Freiwilligen hoere, und da bei an die vielen frustrieten, schlecht betreuten Freiwilligen denke, die ich bisher schon persoenlich kennen gelernt habe oder von denen ich im Internet Erfahrungsberichte lesen konnte.

Wenn jede einzelne Stelle auf ihre Art besonders ist, einmalig, gut betreut, einfach stimmig, kann damit auch dem Fakt entgegengewirkt werden, dass viele Stellen nun eben nicht arbeitsmarkt neutral sind.
Erst vor ein paar Tagen haben wir beide ja einen Freiwilligen kennengelernt, der vollkommen die Motiavtion an seiner Arbeit verlorern hatte, und den Sinn seines Dienstes in Frage stellte, da er die qualifizierte Lehrerin kennengelernt hatte, der er, als unqualifizierter aber kostenloser Freiwilliger, den Arbeitsplatz weggenommen hatte, wie sich herrausstellte.

Spaetestens hier, wenn dies keine Ausnahme war, wird das Weltwaerts-Programm fuer mich mehr als fragwuerdig. Wenn Freiwillige, erst nach ihrem Dienst, von ihren im Gastland erworbenen „social skills“ profitieren, und damit letztendlich Deutschland von der Weiterqualifikation seiner Staatsbuerger profitiert, waehrend den Staatsangehoerigen des Gastlandes, in diesem Fall besagter Lehrerin, ein Nachteil entsteht, welcher sich im Endeffekt als Nachteil fuer diesen Staat erweist, dann ist solch ein Freiwilligendienst genauso „Dead Aid“ wie viele andere Konzepte in den Versuchen von Entwicklungspolitik.


Kategorien: Südamerika

8 Days to go

Youthreporter.eu - Tagebücher - Do, 08/26/2010 - 00:00

Herrrieger freut sich. Nur noch acht Tage, dann lässt er Berlin für ein Jahr hinter sich. Zusammen mit dem schlechten Wetter dort. Aber Moment, es geht ja nach Schottland...

Kategorien: Europa

Litauen ist ein kleines Land - Lietuva yra mažas šalis

Youthreporter.eu - Tagebücher - Do, 08/26/2010 - 00:00

Litauen ist - mit anderen europäischen Ländern verglichen - ein kleines Land. Aber es geht immer noch kleiner, wie Spalva während eines Festivals in der Nähe von Šiauliai feststellt.

Kategorien: Europa

Il ne reste qu'un seul mois...

Youthreporter.eu - Tagebücher - Do, 08/26/2010 - 00:00

"...et je vais habiter et travailler en Belgique." Einiges muss noch geregelt werden, aber dann geht es für Kimbali auch schon nach Belgien! Die Vorfreude steigt auf jeden Fall!

Kategorien: Europa

Wir sind angekommen

Jonas in Nicaragua - Mi, 08/25/2010 - 19:33

Donnerstag, 19.08.2010, gegen 12:40: ein letzter Blick zurück auf die winkenden Eltern und dann gehen wir durch den Sicherheitscheck am Flughafen Düsseldorf. Es folgt ein anstrengender 10-Stunden-Flug bis Miami. Dort kommen wir gegen 18:00 Ortszeit an – der Versuch bis 3:00 (unsere Eincheck-Zeit) zu schlafen funktioniert bei manchen, bei mir leider nicht. Nach dem Einchecken konnte ich dann doch noch eine Stunde schlafen.

Der Flug von Miami nach Managua dauerte 2½ Stunden und war super. Wir konnten so viel frühstücken, wie wir wollten, und der Sonnenaufgang auf meiner Fensterseite sorgte für wunderschöne Eindrücke. Beim Überfliegen konnte man sehr gut sehen, wie grün das ganze Land ist.

Am Flughafen wurden wir von unseren Vorgängern Rolf und Miriam abgeholt. Mit einem normalen Linienbus ging es erst bis Tipi Tapa und dann nach Masaya zur der WG in der wir noch bis Dienstag bleiben. Auf dem Weg erlebten wir, wie die Einheimischen auf große Gruppen cheles (deutsch: Weiße) reagieren: Wir wurden von überall angestarrt und uns wurde ständig hinterhergepfiffen.

In der Masaya-WG wurde wir dann von den übrigen Vorgängern begrüßt und konnten noch einmal frühstücken. Dann ging es zum Markt, einem Riesending, auf dem wir uns erst einmal Hängematten gekauft haben. Der Markt ist ziemlich beeindruckend. Einmal ist er ziemlich groß, fast überall überdacht, die Gänge sind relativ eng und es gibt einfach alles. Von Früchten und Gemüse über Kleidung, Uhren, Stühle, Matratzen bis hin zum Fleisch und Fisch.

Am Samstag gab es von Michael Huhn, einem deutschen Abfallwirtschaftler, der seit ein paar Jahren in Masaya arbeitet, einen Vortrag zum Thema „Müll in Nicaragua“ und anschließend eine Besichtigung der Mülldeponie. Danach mussten wir in WG-Gruppen eine Stadtrallye mit verschiedenen Fragen, Orten und Aktivitäten machen, etwa die Standardschritte von Marimba lernen, die Nationalblume Nicaraguas herausfinden oder den besten Fresco der Stadt finden ( Fresco sind Erfrischungsgetränke, die auf Wasser, Zucker und unterschiedlichen Zutaten (Rote Beete, Pataya (eine Frucht), Ingwer, …) gemischt und überall in kleinen Plastiktüten verkauft werden). Wir haben außerdem festgestellt, wie viele Straßenhunde es hier überall gibt.

Sonntagvormittag wurde mit uns in kleinen Gruppen noch mal das Thema Gefahren, mit den Unterthemen „Tiere“, „Krankheiten“, „Unfälle“ und „Überfälle“, besprochen – die Vorgänger haben von ihren Erfahrungen berichtet und uns empfohlen, was wir in verschiedenen Fällen machen sollen. Danach waren wir noch einmal auf dem Markt einerseits um für das Abendessen einzukaufen, das wir Neu-Freiwillige den Vorgängern zubereiten sollten und andererseits um einfach noch einmal etwas zu gucken.

Montagmorgen sind wir dann zur Laguna de Apollo gefahren, einem Vulkan-Krater-See in dem es zum Teil heiße Quellen gibt. Dort haben wir dann den Tag verbracht, sind schwimmen gegangen und haben einfach den Tag genossen. Nach der Übernachtung an der Lagune ging es Dienstagmorgen zurück, um dann Mittags mit dem Expressbus (um 16:45 ab Managua) nach Nueva Guinea zu fahren. Nach der Ankunft um 21:45 gab es eine kurze WG-Besichtigung, ein kleines Abendessen und die Zimmerverteilung. Danach gingen wir schlafen.

Großerfolg in 5 1/2 Stunden

Sebastians ADiA Blog - Mi, 08/25/2010 - 11:13

Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, denn nun bin ich stolzer Inhaber eines Thailändischen Motorrad- und Autoführerscheins. Und das in nur 5 1/2 Stunden.
Zuzüglich der Zeit die ich fahren üben musste natürlich. Das waren sicher 10 Minuten am Vortag.

Ansonsten mussten wir viel rumkopieren und warten, dann eine 3/4 Stunde Theorieunterricht, anschließend direkt die Theorieprüfung (60 Minuten, aber nach 15 Minuten war man fertig, nochmalige Kontrolle eingeschlossen). Dann waren wir eine Stunde im Big C, zu Mittag essen und Helme für mich und Jakob kaufen. Anschließend dann die Fahrprüfung.
Die war ja nun schon sehr interessant.

Wer in Thailand an einer Fahrprüfung teilnehmen will, muss das Gefährt selbst stellen, mit dem er geprüft werden soll, das Amt tut dies nämlich nicht.
Das heißt: Alle Leute die eine Prüfung für den Autoführerschein ablegen wollten, kamen mit dem Auto zur Prüfungsstelle gefahren, um dann dort die Führerscheinprüfung abzulegen.
Da muss man nicht mehr allzu viel zu sagen denke ich.

Das schwierigste an meiner Fahrprüfung war dann direkt zu Anfang das Anfahren. Jakob hatte die Prüfung vor mir gemacht, mit Khun-Wins Motorrad (man musste das Prüfungsfahrzeug ja selbst mitbringen) und hat es mir dann direkt laufend übergeben, da das Anlassen doch nicht so einfach ist wie es aussieht und ich nicht erst eine Minute lang am Anlasser rumtrampeln wollte.
1. Versuch: Ich gebe Gas, der Motor heult auf, nichts bewegt sich. Das Ding war noch im Leerlauf…
2. Versuch (der schlimmste): Ich bemerke, dass ich im Leerlauf bin und schalte direkt in den zweiten Gang, der erste wäre zu stark meinte Win gestern. Scheinbar ist aber auch der zweite nicht allzu schwach, denn nach kurzem Gas geben rase ich in Richtung Gebüsch/Graben/irgendwas Grünes am Rand. Hab dann aber doch noch rechtzeitig die Bremse gefunden. Einen guten Eindruck hats beim Prüfer aber sicher trotzdem nicht hinterlassen.
3. Versuch: Ich schalte in den dritten Gang hoch, fahr endlich langsam an und nehm den nicht allzu schweren Parkour. Er besteht aus: Geradeaus, rechts abbiegen, geradeaus, rechts abbiegen, nur ein KURZES Stück gerade aus, rechts abbiegen, enge Slalomkurven fahren (da hab ich mir tatsächlich kurz Sorgen gemacht ob ich nicht eins von den Hütchen umfahre), links abbiegen und dann 10 Meter auf einer geraden weißen Linie entlang fahren. Das wars.

Den Prüfer haben meine anfänglichen Schwierigkeiten wohl nicht gestört, denn so wie jeder und jede Andere auch hab ich die Prüfung bestanden.
Nachdem ich dann noch im Amt hin und her laufen und fast 10€!!! bezahlen musste, hab ich nun endlich einen Thailändischen Auto- und einen Motorradführerschein. Allerdings beide auf ein Jahr befristet, Integration gibts hier nämlich nicht, aber gastfreundlich ist man trotzdem.
Insgesamt war dann der Führerschein doch teurer als die angekündigten 2,50€. Mit allen Bescheinigungen und Gebühren lieg ich wohl jetzt bei ungefähr 40€, aber na gut, dafür gings schneller als in Deutschland und Fahrstunden brauchte ich quasi auch nicht.
Morgen werden wir uns dann wohl mal ein Motorrad leihen, außerdem kommen die anderen Freiwilligen übers Wochenende her und wollen dann am Montag auch ihren Führerschein machen.

Kategorien: Asien

Die Spannung steigt...

Youthreporter.eu - Tagebücher - Mi, 08/25/2010 - 00:00

Nur noch eine Woche, dann geht es für Annkathrin in die Türkei. Sie hat sich gut über alles rund um den Europäischen Freiwilligendienst informiert - aber was erwartet sie im fremden Land?

Kategorien: Europa

Tiwonana Mawa

Johannes in Malawi - Di, 08/24/2010 - 12:44

Mit Chichewa hat’s angefangen, mit Chichewa hört’s auch wieder auf. Mit „Wir sehen uns morgen“ lässt sich der Titel übersetzen. In einer halben Stunde geht nämlich mein, morgen früh bin ich dann bereits wieder in Deutschland.

Wie erwartet ist das letzte halbe Jahr noch schneller rum gegangen, als das erste. Dabei fällt die Bilanz wegen der neuen und erfüllenden Arbeit bei Jacaranda deutlich besser aus, als noch zum Halbzeitbericht.

Und auch über die letzten drei Wochen lässt sich etwas berichten. Allerdings nicht vom Endseminar in Chintheche, das habe ich nämlich mit der dritten Lebensmittelvergiftung und einer Malaria im Bett verbracht. Vorher haben wir aber bereits ein unterhaltsames Wochenende in Nkhata Bay verbracht, sodass ich nicht völlig umsonst die Tagesreise in den hohen Norden angetreten bin :-D

Zurück in Blantyre habe ich dann mit etwas Schwierigkeiten noch ein paar traditionelle Gewänder schneidern lassen (ein Kleid wurde leider in Zoll statt Zentimetern gefertigt, viel zu groß), allen Bekannten und manchen Unbekannten auf Wiedersehen gesagt und wir haben für alle ehemaligen Kollegen von BACOMA und Jacaranda und allen anderen Freunden eine große Abschiedsparty geschmissen, dazu Chili con carne gekocht und die Bude auf den Kopf gestellt. Was durch einen anschließenden fünftägigen Wasser- und Stromausfall besonders pikant wurde...

nationalflagge malawi neu
Die neue malawische Nationalflagge. Die Sonne ist nun aufgegangen.

Übrigens, die malawische Nationalflagge wurde nun tatsächlich geändert. Gerüchten zufolge soll nun auch noch die Nationalhymne geändert werden, da hier das Wort „Armut“ fällt. Dr. Bingu wa Mutharika, der Präsident von Malawi, will auch die Landeswährung Kwacha umbennen, in Kwayera, was so viel bedeutet wie „Sonnenaufgang“. Etwas widersprüchlich zur Änderung der Flagge, wo ja die aufgehende durch eine aufgegangene Sonne ersetzt wurde.

Kategorien: Afrika

In den Bergen

Katja goes weltwärts in Peru - Di, 08/24/2010 - 01:21
Ich bin gestern Abend in den Bergen angekommen und wurde mit einer Masse an Leuten, lautstark und mit vielen Kuesschen empfangen.
Die Fahrt war spektakulaer und verspreche euch schonmal die besten Fotos ever (u.a. auch weil ich sie nicht selbst gemacht habe). Erst wurden wir durch die armen Vororte von Lima gefahren um aus der Stadt rauszukommen. Wir haben uns schon etwas schlecht gefuehlt, weil wir gerade in der First Class des Busses sassen. Dass dann auch noch Essen serviert wurde, hat die Situation nicht verbessert. Als wir aus Lima raus waren, habe ich mich dann richtig gefreut, dass ich in den Bergen bin. Die Wolken- Smog- Decke riss ploetzlich auf und wir bekamen strahlend blauen Himmel mit Sonnenschein zu sehen und das ganze natuerlich mit einem unglaublichen Bergpanorama. Auf 3000m haben wir die Hoehe schon gemerkt, aber als wir dann auf der Spitze der Anden waren und es angefangen hat zu schneien, war alles zu spaet. Nach einem Gang aufs Klo war man wirklich total fertig und ausser Atem. Etwas ausser Atem bin ich immer noch und meine Herzfrequenz ist auch maechtig gestiegen, aber das koennte teilweise auch durch die Erkaeltung bedingt sein, die ich mir in Lima eingefangen habe.
Meine Familie wurde mir ja vorab als reich und mit Pool und so beschrieben, meine Luxusblase ist aber geplatzt als ich gestern mit einem Eimer kaltem Wasser geduscht habe. Heute gibt es wieder Wasser. Hoffentlich heute Abend auch noch. Aber natuerlich trotzdem kalt. Eine Heizung konnte ich bisher auch noch nicht ausmachen. Ich frage mich gerade ernsthaft wie die armen Menschen hier leben. Aber ein Pool gibt es wirklich, obwohl ich der Meinung bin, dass es hier einfach mal absolut viel zu kalt ist, um irgendwo im Pool zu planschen. Die Peruaner sind der Meinung es sind gerade sommerliche Temperaturen. Na ich weiss ja nicht...
Das Haus ist sehr klein. Der Garten dafuer umso groesser und wir teilen ihn mit 5 anderen Familien, was ganz nett ist, da so immer etwas los ist und auch die Kinder der Nachbarn immer mit dabei sind.
Alle sind super nett und jeder versucht krampfhaft mir Spanisch beizubringen. Meine Aufnahmekapazitaet fuer heute ist jedoch schon lange erschoepft. Leider wusste meine Gastfamilie, dass ich Vegetarier bin, aber das hat bisher super geklappt. Sie waren nicht gerade gluecklich, aber ich habs halt erklaert und probiere dafuer brav alles andere, was mir aufgetischt wird. (Ist nicht immer lecker ;)
Wir haben uebrigens auch eine Haushaltshilfe, die sehr nett ist, aber sehr schuechtern. Richtig indigenes Maedchen wie aus dem Bildband Peru. Sie kann auch noch etwas Quechua.
So das wars erstmal. Ich melde mich. Das naechste mal hoffentlich mit Fotos!!
Kategorien: Südamerika

Viel Gelächter und düstere Momente

Youthreporter.eu - Tagebücher - Di, 08/24/2010 - 00:00

"Meine erste krasse Begegnung mit unserer Geschichte in einem anderen Land." Neben viel Spaß auf einem Seminar erlebt Liesa92 in Polen einen Moment des Schreckens.

Kategorien: Europa

Folter?

Burundi - Mo, 08/23/2010 - 12:36

Aktuell aus der Financial Times Deutschland.


Kategorien: Afrika

Langsam geht es los...

Youthreporter.eu - Tagebücher - Mo, 08/23/2010 - 00:00

Nur noch zwei Wochen, dann ist Anni_goes_to_Ireland auch schon auf der grünen Insel. Aber so richtig viele Infos, was sie erwarten wird, hat sie noch nicht. Hoffentlich ändert sich das noch!

Kategorien: Europa

Sie rast, die Zeit

Youthreporter.eu - Tagebücher - Mo, 08/23/2010 - 00:00

Ein paar Stunden mit sich selbst und einer Zeitung in der Sonne. So lässt es sich leben, denkt Kirolotta. Bis sich ein Mann auf die Nachbarbank setzt, der so gar nicht nach der Geige aussieht, die er auspackt...

Kategorien: Europa

Erstens: die Abreise

Youthreporter.eu - Tagebücher - Mo, 08/23/2010 - 00:00

"Man hat ja viel zu tun!" Noch etwas mehr als eine Woche, dann sitzt Wilhelma auch schon im Zug nach England. Viel zu tun gibt es bis dahin auf alle Fälle.

Kategorien: Europa

Augustus 20. Szent Istvan.

Youthreporter.eu - Tagebücher - Mo, 08/23/2010 - 00:00

"20. August Heiliger Stephan I." - seineszeichens Nationalheiliger der Ungarn. Ihm zu Ehren wird am 20. August der ungarische Nationalfeiertag gefeiert. Und timgoesslovakia ist mittendrin.

Kategorien: Europa

Seminar, Stockbettchen und Socializing

Youthreporter.eu - Tagebücher - Mo, 08/23/2010 - 00:00

Live vom Ausreiseseminar: Zahnfee wird bald nach Rumänien aufbrechen. Bevor es losgeht, holt sie sich aber noch mit 25 anderen Europäischen Freiwilligen Infos, Tipps und Tricks für die kommende Zeit.

Kategorien: Europa

Busfahren, ein Klacks…

my big challenge - So, 08/22/2010 - 15:26

Samstag um 15:30 Uhr wurden wir von Gunter am DED-Guesthouse abgeholt und zum Busbahnhof gebracht. Normalerweise war eine Fahrt mit dem “VIP-Bus” vorgesehen. Bedeutet bequeme Sitze mit guter Beinfreiheit und Aircon. Leider hat sich herausgestellt das an diesem Tag kein VIP-Bus fährt. Also mussten wir mit einem Localbus fahren. Ganz ohne Beinfreiheit und dem anderen Luxus. Das Gepäck wurde auf die hinteren Sitzreihen und in den Mittelgang gepackt. Nachdem alles eingeladen war, ungefähr Schulterhoch im sitzen, gings um 17 Uhr endlich los.

Jede Menge Gepäck

Wahnsinns Fahrt!

Temperatur war echt ok. Solange der Bus fuhr kam genug Frischluft durch die Fenster. Trotz gutem Start sollte die Busfahrt kein Zuckerschlecken werden. Schon auf der zweiten Etappe, zwischen Vang Vieng und Luang Prabang mussten wir anhalten. Es roch stark nach verbranntem Kunststoff und aus dem Motorraum qualmte es gewaltig. Erste Gegenmaßnahme der Busfahrer war es Wasser über den Motor und in die Kühlsysteme zu gießen. Es wirkte und wir konnten weiter fahren.

Leider nicht allzulange… kurze Zeit später der nächste Stop. Wir sind eine Steigung nicht hochgekommen. Die Kupplung war nicht mehr die Beste und der Gang ging nicht mehr rein. Ab ging es rückwärts den Berg runter bis zu einer ebenen Stelle. Der Busfahrer hat es geschafft den Gang reinzubekommen. Bis nach Luang Prabang sind wir gekommen. Scheinbar hatten die Fahrer beschlossen die Kupplung auszutauschen. Nach einer guten halben Stunde sind nämlich zwei Leute auf dem Moped aufgetaucht. Die Beiden hatten “neue” gebrauchte Teile dabei. Der Einbau derer dauerte ca. weitere dreieinhalb Stunden. So konnten wir gegen 9 Uhr, nach bereits 16 Stunden fahrt, unsere Reise fortsetzen. Laut Gunter sollten nach Luang Prabang die schlechten Straßen beginnen. Für mich aber noch völlig ok im Gegensatz zu manchem Laoten. Was allerdings garnicht so toll war, die “neue” Kupplung schien nicht ganz die Richtige gewesen zu sein. Immer wieder gab es Probleme und der Gang sprang raus und lies sich nicht mehr einlegen. Nach Startschwierigkeiten hatten sie eine passable Lösung gefunden. Wenn der Bus an einer Steigung hängen blieb kam der zweite Fahrer zum Einsatz. Er legte einen großen Stein hinter den Reifen und der Bus konnte, ohne groß zurück zu rollen, weiter fahren.

Zwischenstop am Berg

Zwischenstop

Trotzdem musste auf der Etappe nach Oudomxay ein weiteres mal das Werkzeug ausgepackt werden. Allen Widrigkeiten zum Trotz haben wir die dritte Station erreicht. Endstation für Chris und Rainer. Die Glücklichen wurden am Busbahnhof von Ihrem Mentor und einem “alten” Freiwilligen abgeholt. Zu dieser Zeit war es bereits Sonntag 16 Uhr. Mittlerweile lagen wir gute 6 Stunden hinter unserem Zeitplan zurück.

Wir drei verbliebenen (Janna, Wilken und ich) waren froh das die Fahrt nach kurzer Pause fortgesetzt wurde. Leider zu früh gefreut, bereits 10 Minuten nach verlassen des Busbahnhofs wurde wieder gehalten. Erneut wurde eine neue Kupplung besorgt und binnen anderthalb Stunden eingebaut. Drei Stunden später bin ich gesund in Luang Namtha angekommen. Ich wurde gleich von vier Leuten in Empfang genommen und in einem sehr schönen Guesthouse einquartiert. Mittlerweile 20 Uhr hatten Jann und Wilken noch gut 4 Stunden vor sich. Die beiden sind dann gegen 0 Uhr in Bokeo angekommen.

Busfahren, ein Klacks… ist ein Beitrag von Thomas aka t0mmes auf seinem weltwärts Blog t0mmes.de - my big challenge.

Das Leben in Chiang Mai

Sebastians ADiA Blog - So, 08/22/2010 - 11:57

Seit Dienstag abend bin ich jetzt in Chiang Mai, meinem eigentlichen Arbeitsplatz. Hier ist seit kurzem das Büro von Hope for Life, im kleinen Vorort Khwen Wiang, oder wie auch immer man ihn schreiben will.

Einerseits ist es ganz gut im Vorort zu leben, weil die Luftverschmutzung in der Innenstadt wirklich nicht schön ist, es juckt in der Lunge und man muss öfter mal husten, aber andererseits gibt es hier natürlich auch ungefähr gar nichts für uns zu tun. Bis zur Hauptstraße müssen wir laufen (10 Minuten sinds bestimmt) und ab da müssen wir mit den roten Taxis fahren, deren Namen ich hier nicht nochmal versuchen werde auszuschreiben. Ich glaub im ersten oder zweiten Bericht hatte ich von denen schon geschrieben.

Naja mit den Dingern kommt man dann irgendwo in der Stadt an und läuft dann da rum und abends hat man dann seinen Spaß beim zurück kommen.

Am ersten Abend an dem wir versucht haben allein zurückzukommen hat uns der Spaß locker 5€ gekostet, weil der nette Herr Fahrer uns zwar zum “Big C” (große Supermarktkette) gefahren hat, aber leider nicht zu dem zu dem wir wollten. So standen wir dann mitten im Nirgendwo, umgeben von einigen Häusern und Dunkelheit und wussten nichts, außer dass wir da falsch waren. Nach einer Viertelstunde Verständigungsversuche hat er uns dann einfach wieder zurück zum Night Basar gebracht, wo er uns auch abgeholt hatte. Hat natürlich nochmal Geld gekostet.

Jakob glaubte am Night Basar ein Büro der Tourist Police gesehen zu haben, die im Gegensatz zu vielen vielen viiiielen anderen Leuten tatsächlich Englisch können soll, also sind wir weiter rumgelaufen und haben dieses Büro gesucht.

Vergebens.

Irgendwann trafen wir dann einen netten, europäisch aussehenden jungen Mann mit seiner chinesischen Freundin, der PERFEKT Englisch sprach und uns sehr hilfsbereit zu einem Verkäufer von Touristentouren gebracht hat, mit dessen Hilfe wir ein Taxi organisieren konnten, das uns dann auch zum richtigen Big C brachte. Natürlich zu einem etwas hohen Preis von 5€ für beide, war ja auch ein richtiges Taxi. Kein “richtiges” Taxi war dagegen das nächste rote Auto mit den zwei Bänken hinten drin, das uns wieder für 5€ die restlichen 5 Minuten nach Hause fuhr. Aber wir hatten ja keine Wahl, laufen wäre deutlich zu weit gewesen und um die Uhrzeit fuhr auch nichts mehr.

Zurück zum eigentlichen Thema: Hier ist nichts los.

In der nächsten Woche werden wir uns intensiv darum kümmern unseren Motorradführerschein zu machen, um dann endlich mobil und unabhängig von den Taxis zu sein, dann kann man auch mal einfach zum Supermarkt wenn man Lust hat oder eben in die Stadt und wann immer man will wieder zurück. :-)

Gestern kamen sowohl Betten als auch unser Kühlschrank an, das heißt ab jetzt kann ich gekühlte Cola auch zuhause trinken!

Mit 50 cent pro 1.5 Liter ist das auch ganz gut auszuhalten, wobei 25-35 Cent für ne kleine gekühlte Coladose auch noch ganz ok sind, wie ich finde^^

Ich vermute dass entweder im Bett oder im Fernseher sich Ameisen versteckt hatte, denn als ich heute morgen auf die Suche ging, nachdem mir drei Ameisen übers Bettlaken krochen, entdeckte ich doch ziemlich viele, die am Tag vorher noch nicht da waren…

Viele davon hab ich zwar per nassem Waschlappen durchs Waschbenken ins Jenseits befördert, auch wenn sie absolut nicht sterben wollten, aber ich werd mir heut abend wohl doch mal irgendein Spray gegen die Viecher besorgen, denn eine Ameisenkolonie in meinem Schlafzimmer möchte ich absolut nicht haben.

Genau so wenig wie die zwei schnell krabbelnden schwarzen Spinnen die ungefähr fingernagelgroß waren und mich doch etwas überraschten als sie plötzlich das zehnfache ihrer Körperlänge mit einem ziemlich schnellen Sprung hinter sich legten.

Ich wohne hier übrigens mit Jakob zusammen, einem Organisator der eigentlich in Mae Sai, jetzt aber doch hier bei mir stationiert wurde, wofür ich recht dankbar bin, weil Heimweh und Einsamkeit (hier ist echt nichts los!) doch eher unschön sind. :-P

Über das Wochenende war er in Mae Sai bei den anderen Freiwilligen, ich bin hier geblieben und hab am Samstag mit ein paar Leuten von der deutschen Schule Fußball gespielt. Die haben auch ein paar Freiwillige, allerdings sind die alle wohl sehr christlich, teilweise Kinder von Missionaren die hier wohnen, was ja nicht so direkt meiner Beziehung zu Religion entspricht. ^^

Nächstes mal will mein Chef, der Thomas, wohl auch mit Fußball spielen. Heute abend geh ich nochmal mit ihm und seiner Frau Esther auf einen Nachtmarkt und ich find jetzt hab ich auch mal genug geschrieben. Man braucht es ja nicht zu übertreiben :P

Demnächst kommen dann mal wieder kleinere Berichte mit interessanten Fotos von Dingen die hier so sind.

Kommentare sind immer erwünscht, ich find da könntet ihr ruhig noch ein wenig zulegen ;-)

PS: Weil Werner danach gefragt hatte, meine ungefähre Adresse kriegt ihr, wenn ihr bei Google Maps in das Suchfeld die Koordinate 18.717921,98.964535 eingebt. Ich weiß nicht ganz genau ob es die richtige Straße ist und das richtige Haus schon gar nicht, aber die Gegend ist auf jeden Fall richtig. :-)

Kategorien: Asien