Sammlung von Newsfeeds

Angekommen

Youthreporter.eu - Tagebücher - Do, 09/02/2010 - 00:00

Die ersten Tage in Schweden.

Kategorien: Europa

Dö Dö Döööö Dö Dö Döööö Dööö Dööö…

Youthreporter.eu - Tagebücher - Do, 09/02/2010 - 00:00

Falls ihr euch über den Titel wundert, er ist mit Abstand meine prägnanteste Erinnerung an das Juniorleitertraining, das ich mit vorbereitet, mit durchgeführt und ganz und gar erlebt habe!

Kategorien: Europa

Englang empfaengt uns warm und sonnig

Youthreporter.eu - Tagebücher - Do, 09/02/2010 - 00:00

Das Empfangsseminar in Guildford ist gestartet!

Kategorien: Europa

Kurz davor!

Youthreporter.eu - Tagebücher - Do, 09/02/2010 - 00:00

Noch drei Tage bis zum Abflug, vorher noch schnell eine Abschiedsfeier.

Kategorien: Europa

Impfungen

weltwärts nach Armenien - Mi, 09/01/2010 - 13:43
So, seit letztem Freitag hab' ich jetzt meinen Impfmarathon hinter mir. Ich denk' mal, den/die Ein' oder Andere(n), der/die sich das hier in Zukunft vielleicht als Vorbereitung für das eigene Jahr in Armenien durchliest, könnte da sicherlich ein paar Details ganz interessant finden.
Für Armenien gibt es keine Pflichtimpfungen, allerdings Empfehlungen des Auswärtigen Amtes. Dazu gehört neben den im Impfkalender des Robert-Koch-Institutes empfohlenen Impfungen, wie Tetanus, Polio und Diphterie auch Hepatitis A und "bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch ... Hepatitis B, Tollwut und Typhus"

Die im Impfkalender empfohlenen Impfungen hat man ja i.d.R. sowieso schon und müssen höchstens, wie bei mir, aufgefrischt werden. Nach §20d SGB V sind diese Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen und müssen von denen gezahlt werden. Die Hausärzte haben diese Impfstoffe auch in ihren Praxen parat und - zumindest bei meiner Krankenkasse - fallen für diese Impfungen auch keine Quartalsgebühren an.
Anders sieht das bei den Impfungen aus, die man nur für sein Auslandsjahr braucht und ansonsten nicht in Anspruch nehmen würde. Hier zahlt man sowohl die Quartalsgebühren, als auch die Impfstoffe (die man sich mit Rezept selbst von der Apotheke abholt), als auch die Impfungen selbst.
Da das bei mir die ersten Male waren, dass ich Nicht-Standard-Impfungen bei mir habe durchführen lassen, war ich mir über einige Details nicht im Klaren:

  • Die Impfstoffe müssen vom Patient (mittels vom Hausarzt ausgestellten Rezeptes) selbst (in der Apotheke) besorgt und vorerst auch bezahlt werden. Im Nachhinein kann man natürlich versuchen, diese Kosten bei der Krankenkasse und/oder der Entsendeorganisation geltend zu machen. Bei meiner EO hieß es, man solle zuerst bei der Krankenkasse nachfragen und ein wenig "diskutieren" (z.B. die Impfungen als "Investition" "verkaufen") - sollte man dabei keinen Erfolg haben, zahlt die EO.
  • Viele Impfstoffe müssen gekühlt werden und sollten im Sommer somit nicht über weitere Strecken transportiert werden
  • Bei Impfungen, die über einen längeren Zeitraum in mehreren Dosen verabreicht werden (wie bei mir Rabipur zur Tollwut-Impfung) beinhaltet jede per Rezept gekaufte Schachtel nur eine Dosis.
  • Die Impfungen selbst kosten auch.
Entsprechend den Empfehlungen des Impfkalenders und somit auf Kosten der Krankenkasse aufgefrischt wurden bei mir FSME und Polio, Diphterie und Tetanus (wahrscheinlich mit REVAXiS oder Td-Virelon).Ansonsten war bei mir eine Auffrischung der Hepatitis-B-Impung (mit Engreix-B, 66,45€) nötig, die aber nicht von der Krankenkasse gezahlt wurde, da sie nur bis zum Alter von 17 Jahren ausdrücklich im Impfkalender des Robert-Koch-Institutes (PDF, 59,60 KiB) empfohlen wird. Zur Impfung gegen Hepatitis-A und Typhus wurde bei mir der Kombinationsimpfstoff Hepatyrix (86,54€) verwendet und für die Tollwut-Impfung in 3 Schritten (1., 8, und 22. Tag) Rabipur (3 x 61,42€ = 184,26). Insgesamt habe ich exkl 10€ Praxisgebühr und inkl 4 x 10,72€ = 42,88€ für die Impftermine (dieser nich von der Krankenkasse getragenen Impfungen) also 380,13€ für die Impfungen vorgestreckt.
Darüber, ob ich einen Kombinationsimpfstoff verwenden soll, habe ich mir keinen großen Kopf gemacht - mehrmals habe ich gehört, dass diese größere Anstrengung schaden soll, genauso, wie ich gehört habe, dass es eine Entlastung sei, da ja weniger Impfungen anfallen.
Mehr Gedanken hab' ich mir wegen der umstrittenen, angeblich schlecht verträglichen, Tollwut-Impfung gemacht. Die Belastung könne man sich sparen, hieß es, da man sich im Falle eines Bisses den Impfstoff ja auch noch im Nachhinein spritzen könne. Von meiner Ärztin lies ich mich dann allerdings doch überzeugen, mich noch hier impfen zu lassen, da die schlechte Verträglichkeit sich wohl auf ältere Impfstoffe beziehe, auf Rabipur jedoch nicht zutreffe, welches allerdings auch hier und erst recht im Ausland nicht allzu einfach zu bekommen sei. Im Falle eines Bisses habe ich dort also Probleme, den verträglicheren Rabipur zu bekommen und müsste genau den unverträglichen Impfstoff nutzen, vor dem ich gewarnt wurde.
Kategorien: Asien

Über das Bloggen

weltwärts nach Armenien - Mi, 09/01/2010 - 07:31
So, jetzt hab' ich hier ja wirklich länger mal nichts geschrieben - ich denke mal, dass trotz Packstress (heute muss ich fertig werden!), die letzten Tage ein bisschen mehr kommen wird. Und da ich eh' schon über das Schreiben schreibe, werd' ich dazu doch gleich einmal ein wenig was los:
Ich tu' mir manchmal recht schwer beim Verfassen von Texten, weil ich ewig an ihnen 'rumfeilschen will - hier im Blog hab' ich mir nun genau das Gegenteil vorgenommen: Ich schreib' einfach drauf los und hoffe einfach einmal, dass halbwegs Struktur erhalten bleibt ;)

Ich orientier' mich dabei einerseits ein wenig an einem Tagebuch, möchte also durchaus auch Persönliches mit einfließen lassen und versuchen, keine Angst davor oder Hemmungen zu haben, wenn dabei auch die ein' oder andere Schwäche sichtbar wird.
Andererseits hab' ich bei diesem Stil caschy im Hinterkopf, der  auch immer wieder sehr gerne erwähnt, dass er ohne Stichpunkte einfach drauf los schreibt, darüber spekuliert, wie seine Leser auf bestimmte Posts und deren Themen reagieren und diese auch direkt anspricht, um um Feedback zu bitten.
Was gibt es ansonsten noch zu sagen?
Ich werde sicherlich immer mal wieder ein wenig hier am Layout 'rumfeilschen und -basteln, hoffe aber, dass mein Blog dabei für all meine Leser, unabhängig von ihrer technischen Versiertheit, genauso benutzbar bleibt. Das Bild im Kopf (an dieser Stelle noch einmal danke an Nina Stössinger, die es fotografiert und dann unter die (by-sa 2.0 us-) Creative Commons-Lizenz gestellt hat, die kurzgesagt eine Wiederverwendung und Weitergabe von Werken unter gewissen Bedingungen, hauptsächlich der Namensnennung des Schöpfers des Werks (bei mir unten im Footer), erlaubt) werde ich im Sinne des Corporate Designs sicher lassen, wie es ist - falls jemand Verbesserungsvorschläge zu Hintergrunds- oder Titelschriftsfarbe hat, die momentan zusammen mit dem Hintergrund des Titels, dem Himmel, ja nicht ganz so gut zueinander passen, darf dieser natürlich sehr, sehr gerne hier in den Kommentaren äußern!
Kategorien: Asien

Unruhe

Youthreporter.eu - Tagebücher - Mi, 09/01/2010 - 00:00

Kimbali geht in einem Monat nach Belgien. Ob sie sich dort auch mit ihrer Zimmernachbarin versteht? Auf jeden Fall wird das selbst gebastelte Tagebuch bald sehr viel Futter bekommen!

Kategorien: Europa

Dazwischen, mittendrin oder voll dabei?

Neverending journey - Di, 08/31/2010 - 12:27
Der letzte Stein ist aus dem Weg geräumt und nun ist die Bahn quasi frei für den Abflug nach Ghana.
Gestern bin ich in Oldenburg ausgezogen und habe mein Hab und Gut vorübergehend wieder in der Heimat untergebracht. Mein Vater und meine Grosseltern haben mir beim Packen und Fahren geholfen und so waren wir schnell fertig. Vorher habe ich mich noch von meiner WG und Freunden in Oldenburg verabschiedet und auf dem Stadtfest ein wenig gefeiert. Ich hoffe auf ein Wiedersehen in Oldenburg nächstes Jahr :-)
Jetzt habe ich noch ein paar Tage Zeit für die Organisation und Planung der Dinge, welche ich noch besorgen und packen muss, um das Nötigste für den Anfang in Cape Coast zu haben. Den Anfang hierfür macht die letzte Impfung. Am meisten Kopfzerbrechen bereitet mir noch die Reiseapotheke und ob die ganzen Dinge (Malaria stand-by, Antibiotikum, Wunddesinfektion, Medikamente, Salben, etc.) wirklich notwendig sind. Ebenfalls wird noch ein wenig Abschied gefeiert und dann ist es auch schon fast an der Zeit ins Auto zu steigen und gen Flughafen zu fahren.
Das eine Kapitel meines Lebens ist vorbei. Das Nächste startet demnächst. Ich lebe gerade dazwischen und fühle mich weder hier, noch dort; weder halb, noch ganz. Ich schwebe gerade in einer anderen Welt, meiner eigenen. Gefüllt mit Gedanken, die nicht greifbar sind. Gedanken, die Bruchstücke darstellen und zu einem ganzen gefügt werden müssen. Gedanken als Widersprüche, Gedanken als Hoffnungsträger. Und alles führt zu dem EINEN.
Der Countdown steht nun schon bei 9.

9(!)....8....7...6....5....4....3....2....1....Yeeeeaaahhhhhhhh! (die Northeimer wissen hoffentlich noch, was gemeint ist ;-))
Kategorien: Afrika

Abschluss-Bericht eines märchenhaften Jahres

Weltwaerts-Kolkata - Di, 08/31/2010 - 11:26

Das “Namaste”, die indische Begrüßungsformel, hat sich fürs erste erledigt – der deutsche Alltag hat mich wieder. Seit einigen Wochen bin ich zurück in Deutschland.
Mein Abschluss-Bericht ist recht ausführlich geraten. Für alle, die im Moment nicht die Muse haben sich mit den 4 Seiten herumzuschlagen ganz kurz zusammengefasst: Es war ein Jahr – und das nicht nur wegen der manchmal exotischen Abenteuer.

Mein Weltwärts-Jahr ist mit diesem Bericht quasi abgeschlossen. An dieser Stelle, auf www.weltwaerts-kolkata.de werden aber schon bald meine Nachfolger berichten, die gerade in Kolkata angekommen sind. Nicht ausgeschlossen auch, dass ich – hier oder an anderer Stelle – noch einiges zum Thema Entwicklung, Nachhaltigkeit und Engagement schreiben werde.
Jetzt aber also mein letzter großer Bericht:

Es war einmal, vor langer, langer Zeit … märchenhaft – und ja, es ist wirklich schon eine ganze Weile her. 54 Wochen ungefähr, ganz genau. Damals ging es los: In den Flieger, über Dubai, durch den atemberaubend chaotischen Verkehr und ab in eine andere Welt, direkt ins indische Leben.

Wobei – im Prinzip fing alles ja schon viel früher an. Mit den Überlegungen nicht einen sinnfreien Wehrdienst zu leisten und auch nicht einen mühsamen Zivildienst „abzusitzen“. Mit der Überlegung etwas zu bewegen in diesem Jahr. Die kleinen Zweifel kamen erst später. Zwar waren sich alle einig, dass dieser Freiwilligen-“Dienst“ mit seinen vielfältigen Erfahrungen am allermeisten uns, den Freiwilligen, nutzt. Im voraus wurde uns regelrecht eingebläut, dass man als unausgebildeter Unterstützer vor Ort mehr Last als Hilfe sein wird. Zumindest bei unserem Projekt hätte diese Aussage aber kaum weniger zutreffen können. Grenzen gaben uns unser Einfallsreichtum, unsere Energie und Motivation. HELGO North Point (HNP) mag ein außergewöhnliches Projekt sein – außergewöhnlich vielfältig, mit außergewöhnlich vielen kleinen (und großen) Dingen, die man ganz vorsichtig zu verbessern suchen kann. Aber vor allem ist HNP eine Organisation mit mehr als außergewöhnlichem Vertrauen und Offenheit uns Freiwilligen gegenüber.

Am Ende kann ich jetzt von mancherorts überschwänglichem und andernorts vorsichtigem Lob berichten und viel wichtiger: Ich selbst bin überzeugt einiges erreicht zu haben.

Ich habe unglaublich viel gesehen, getan und erlebt in diesem Jahr. Meine Zeit war weniger ein hineinwachsen in Aufgaben als Freiwilliger und viel mehr eine ständige Entwicklung, während der ich verschiedene Rollen inne hatte.

Der Anfang war eine kleine Herausforderung. Ich war gut vorbereitet, aber sich letztlich an die Verhältnisse in Tikiapara zu gewöhnen hat einige Zeit gedauert. Nach einer herzlichen Begrüßung mit Blumenketten in einem vollgestopften Wagen durch den absolut verrückten Verkehr zu schlängeln ist aber etwas, das mir schon zwei Monate später ganz selbstverständlich erschien. Genau wie die kleinen Gassen, in denen unzählbar viele Familien leben oder die manchmal lästigen, aber immer sehr offenen und freundlichen Menschen auf der Straße. Man kann sich an unglaublich vieles gewöhnen und ich hätte an keinem anderen Ort leben wollen. Es ist sicher ungerecht, dieses oft arme, chaotische Leben als einzig „wahres Indien“ zu bezeichnen, aber dieses so einfache – oder vielleicht besser schwierige – Leben hat mich bis zum letzten Tag fasziniert. Ja eigentlich fasziniert es mich immer noch. Es gab immer etwas zu sehen und viele andere Freiwillige kamen uns besuchen um „den Müllberg zu sehen“. Arbeitsplatz der Ärmsten, habe ich dort immer wieder halb schockiert beobachtet wie selbst Kinder den Müll nach verkaufbaren Rohstoffen durchsuchten. Ich aber auch beeindruckt von diesen Menschen, die dort unter diesen – für uns Deutsche undenkbaren – Bedingungen ums Überleben kämpfen. Wenn man eine solche Familie allerdings kennenlernt, scheint sie selten verzweifelt und immer, wirklich immer extrem gastfreundlich. Wie man mit einer 8-köpfigen Familie in einem einzigen, kleinen Raum leben kann ist mir bis heute unklar – aber es scheint möglich zu sein. Vielleicht ist es ein bisschen zu einfach, wenn ich diese Situation so mehr oder weniger akzeptiert habe, aber es ist schlichtweg absurd Gerechtigkeit in Form gleicher Lebensumstände für alle Menschen unserer Welt zu fordern oder auch nur zu träumen.

Was ich auch – ein wenig schmerzlich – lernen musste ist, dass selbst eine gute NGO nicht jedem helfen kann. Mittel und Möglichkeiten sind trotz allem begrenzt und es gilt abzuwägen zwischen Nutzen und Risiken für das ganze Projekt. So musste ein Kind, das große Verhaltensprobleme hatte, unser Hostel verlassen – es wurde zurück in eine Familie geschickt, in der der Vater den Jungen wohl sogar im Haus anbindet, damit er nicht weg läuft. Ein Selbstmord in der Obhut der NGO andererseits würde aber wohl jegliche Hilfe für die restlichen 200 Kinder unmöglich machen.

Mein Alltag bestand – zumindest Anfangs – daraus die Sozialarbeiter oft auf Hausbesuchen zu begleiten und die von unserem Projekt organisierten Nachhilfe-Klasse zu besuchen. So konnte ich die Arbeit, die Mitarbeiter und die Kinder ausgiebig kennenlernen. Nach und nach konnte ich dann mit meinen stetig wachsenden Hindi-Kenntnissen auch mal selbst eine Frage an die Familien richten und manchmal unterstützte ich Kinder bei ihren Englisch-Aufgaben im Unterricht. Hauptsächlich entstand aber beim regelmäßigen Smalltalk eine sehr gute Beziehung zu den indischen Angestellten, die sich im Laufe des Jahres immer wieder sehr ausgezahlt hat.

Nachdem dieser Alltag schon eine gewisse Routine entwickelt hatte kam Helgo, deutscher Arzt und Gründer der Organisation, zum ersten Mal nach Indien. Wir Freiwilligen waren nicht nur beim Frühstück in seiner Wohnung willkommen, sondern durften ihn auf all seinen Besuchen und den meisten Besprechungen begleiten. Daraus ergab sich ein detailierter Eindruck der hintergründigen Arbeit, aber auch das Selbstvertrauen und die Anregungen um Aufgaben manchmal selbstständiger anzugehen. Da auch die indische Leitung sehr vertrauensvoll war, änderten sich meine Arbeitfelder wieder. Mit einer Mitarbeiterin zusammen organisierte ich mehrere Lehrer-Treffen, bei denen teilweise sogar Probleme zur Sprache kamen (etwas, das in Indien alles andere als selbstverständlich ist). Ich brachte dann die Lösungsansätze bei der indischen Leitung vor und dank meinem Stand als „Deutscher“ – und ein bisschen Geduld und Nachdruck – konnte ich einige Kleinigkeiten verbessern. Ähnliches nahmen wir einige Monate später auch mit den Sozialarbeitern in Angriff. Dieses etwas freiere, organisatorische Arbeiten hat mir sehr viel Spaß gemacht. Da es im Projekt in diesem Bereich eine Lücke gibt, konnte ich hier sehr viel tun und so manches bewirken.

Um die Weihnachtszeit hatte ich Luft um andere Teile von Indien zu bereisen. Zunächst konnte ich meinen Eltern unser Projekt zeigen und später gehörte es gar zur Arbeit der Freiwilligen, die verschiedenen Gäste zu führen. Alle Fotos und Berichte können doch nicht die Situation dieser Kinderarbeiter vermitteln und so war es toll einigen Menschen diese Erfahrungen hautnah geben zu können.

Außerdem waren nun die jährlichen Berichte zu allen Kindern zu schreiben und einige Büro-Tätigkeiten mussten erledigt werden. Nach einem weiteren Besuch der deutschen Verantwortlichen durfte ich sehr aktiv an einigen dann diskutierten Veränderungen mitarbeiten.

Letztendlich war das Jahr dann schnell vorbei. Der nahende Abflug gab nochmal einen letzten Schub, die Dinge fertigzustellen. Nach zwölf Monaten war es aber jetzt auch genug und ich habe mich wieder auf Deutschland gefreut. Die Arbeit war höchst spannend, aber oft auch anstrengend. Gerade weil man oft auf sich selbst gestellt war eine neue Aufgabe zu finden. So kam es öfter vor, dass auf eine Woche harter Arbeit dann ausgebrannt eine Woche ohne viel Beteiligung folgte.

Wenn ich hier von meiner Arbeit, meinem Alltag berichte darf ich aber den vielleicht größten Teil meines indischen Lebens nicht vergessen. Die Lücken jeden Tages, ob nun ein ganz normaler Nachmittag oder unser (offiziell) arbeitsfreier Sonntag waren gefüllt mit den zwanzig höchst aktiven Jungen, die dauerhaft im Hostel leben. Schon nach wenigen Wochen hatte ich eine sehr enge Beziehung zu diesen Kindern. Die individuelle Frei- und Ruhezeit mag dabei vielleicht zu kurz gekommen sein – langweilig wurde es so aber jedenfalls nie. Einige Schwierigkeiten musste ich mit durchmachen, aber wie so oft waren diese durchaus lehrreich. Ein Diebstahl gibt eben auch Anlass über die Situation der Kinder nachzudenken und kann – man mag es kaum glauben – dazu führen, dass ein Taschengeld eingeführt wird. Als ich gegen Ende des Jahres dann auch mal auf Hindi über einen Streit diskutieren konnte (auch wenn ich in den entscheidenden Momenten natürlich chancenlos unterlegen war), gab es für mich selbst eine kleine kostprobe von der Mühe und Geduld, die Erziehung erfordert. Dass mich die Kinder als „Brother“ bezeichneten, war am Ende jedenfalls keine leere Floskel mehr.

Das Ankommen in Deutschland verlief erstaunlich reibungslos. Ich kann es immer noch kaum glauben, wie bekannt und gewohnt alles ist. Fast bin ich ein wenig enttäuscht, es fühlt sich an wie vor einem Jahr. Aber die Erlebnisse der letzten zwölf Monate haben mich sicherlich verändert. Nicht grundsätzlich, aber im Detail. Nachhaltigkeit und so etwas wie globale „Gerechtigkeit“ waren mir schon vor diesem freiwilligen Jahr in Indien wichtig, nicht zuletzt deshalb wollte ich unbedingt meinen Dienst in einem Land leisten, in dem die Lebensumstände so extrem schwierig sind. In der letzten Zeit sind diese Ideale für mich praktisch geworden und ich bin auf der Suche mein Leben wirklich nachhaltiges zu machen. Letztendlich haben wir (fast alle) Möglichkeiten hier in Deutschland. Wie kann es da sein, das wir alle dem Schnäppchen hinterherjagen, obwohl uns schleierhaft ist, wie von diesem Geld irgendein Hersteller überleben soll? Wie kann es sein, dass wir Wohlhabende profitieren während andernorts Familien so prekär leben, dass selbst ihre kleinen Kinder arbeiten müssen?

Es ist weder möglich noch hilfreich, wenn halb Deutschland nach Indien oder Afrika ziehen würde um dort „zu helfen“. Aber es muss möglich sein ein Leben zu führen, das Deutschen und Indern eine faire Chance gibt. Wie dieses Leben konkret aussieht werde ich die nächsten Monate und Jahre erkunden. Aber eines steht auch fest – ich bin nicht zum letzten Mal in Indien gewesen. Das Jahr hat Begeisterung in mir geweckt und mein Leben wird Platz für Engagement auf die ein oder andere Weise, in der ein oder anderen Organisation haben. Hier und dort. Eher mehr als weniger …

Wie auch immer die Dinge ihren Lauf nehmen werden, eine Erkenntnis bleibt mir in jedem Fall: Alle Orte haben ihre Vor- und Nachteile, aber ich kann mich überall irgendwie zu Hause fühlen.

„Und alle Menschen lebten glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage?“

Märchen sind etwas tolles. Exotische Abenteuer, aber vor allem: Sie gehen immer gut aus! Ob „unsere Geschichte“ auch eine gute Wendung nimmt?


Kategorien: Asien

kwa heri ujerumani - tschüss deutschland

franzi in tansania - Di, 08/31/2010 - 06:21
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So, das ist jetzt aber garantiert der letze Eintrag aus Europa :D.

Nacher gehts los Richtung Flughafen, Koffer und Rucksack sind gepackt...es geht los.

 

In der Galerie findet ihr Bilder von dem coolste Koffer dieser Zeit :D! Danke nochmal an meine tollen Leute, die das fabriziert haben!

 

Auf bald aus TZ

Franzi

Kategorien: Afrika

7. Erfahrungsbericht

Simon geht weltwärts! - Di, 08/31/2010 - 03:18

Liebe Freunde, Familie, Spender, Unterstützer und Interessierte,

mein Freiwilligendienst hier in Argentinien neigt sich langsam dem Ende entgegen. Unsere Nachfolger sind bereits eingetroffen, und der Abschied von diesem wunderbaren Land naht. Mittlerweile habe ich den 7. Erfahrungsbericht fertig gestellt, den ihr HIER downloaden könnt – den wohl Vorletzten – folgt lediglich der Abschlussbericht in wenigen Wochen, kurz vor meinem Rückflug nach Deutschland. 2 Wochen verbleiben noch, und ich werde wieder europäischen Boden betreten.

Ich hoffe, ich kann euch auch in diesem Bericht wieder einige interessante Themen – z.B. die Fußballweltmeisterschaft (erlebt in Argentinien), eine Lebensgeschichte Maradonas aus der hiesigen Sicht, Stromausfälle (ein Kampf gegen Kälte und Dunkelheit) und natürlich Fortschritte über meine Arbeit im Sozialprojekt – bieten und wünsche euch viel Spaß beim Lesen dieser kleinen, 16-seitigen Lektüre.

Ich freue mich über Rückmeldungen, Kritik, Anregungen oder einfach Kommentare und Grüße.
Bis in wenigen Wochen!

Simon Osladil


Kategorien: Südamerika

Von Vorfreude, Chaos und Abschied

Youthreporter.eu - Tagebücher - Di, 08/31/2010 - 00:00

Nur noch eine Woche, dann bricht Allie für ihren Freiwilligendienst nach Irland auf. Sie freut sich sehr, wenn da nicht ein kleines "Aber" wäre: Warum muss auch alles so kurzfristig organisiert sein?

Kategorien: Europa

Bald, bald...

Youthreporter.eu - Tagebücher - Di, 08/31/2010 - 00:00

Für Janou heißt es bald wieder "Tschüß Deutschland" - und Hallo Belgien. Ihr letzter Auslandsaufenthalt liegt schon etwas zurück. Und wie war das damals eigentlich, mit dem Heimweh und dem Leben im Ausland?

Kategorien: Europa

Der Countdown läuft

Youthreporter.eu - Tagebücher - Di, 08/31/2010 - 00:00

Nur noch das Ausreiseseminar hinter sich bringen, dann sitzt Miss_Hanna auch schon im Flieger nach Dublin. Aber wie geht es von da aus weiter? Noch weiß sie es nicht.

Kategorien: Europa

Was für eine Anreise!

Youthreporter.eu - Tagebücher - Di, 08/31/2010 - 00:00

Ein bisschen stressig war die Reise nach Oslo für Nordlandreporter schon. Zuerst im falschen Flugzeug, und welches Gate ist jetzt eigentlich das richtige? Nur gut, dass dann doch alles geklappt hat...

Kategorien: Europa

Seit 1 Woche auf 3000m

Katja goes weltwärts in Peru - Mo, 08/30/2010 - 23:14
Ich bin jetzt seit einer Woche bei meiner Familie und wurde wirklich sehr gute empfangen und mir gefällt es hier sehr gut. So langsam gewöhne ich mich auch an das kalte Wasser und an den Wassermangel. Man entwickelt so seine Tricks. Dass das Klopapier in den Eimer daneben und nicht ins Klo kommt, klingt einfach, erfordert - da muss ich mich anderen AFSern anschließen- höchste Konzentration, die manchmal noch fehlt. Das mit dem Spanisch wird langsam und dabei liegt die Betonung auf langsam. Wir haben zu Zeit einen Spanischkurs, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob der viel bringt.
Heute ist Feiertag und gerade habe ich Leuten zugeschaut wie sie Santiago tanzen. Ich habe allerdings noch Probleme mir die Namen aller Tänze, aller Kartofel-, Reis- und Maissorten zu merken. Dabei hilft selbst höchste Konzentration nichts.
Gestern (Sonntag) waren wir ein bisschen auf dem Land mit Familie und Freunden. Ich hatte mich gefreut, endlich etwas Bewegung genießen zu können, da ich jeden Tag gaanz viel essen muss, aber nach 15 min Fußball wars dann auch vorbei. Ich schwöre, ich hatte das Gefühl, die Luft enthält gar kein Sauerstoff mehr. Da muss ich wohl noch ein bisschen üben.
Liebe Grüße an die Heimat. Ich habe angefangen Postkarten zu schreiben. Die ersten sollten in einem Monat ankommen. Die letzten in einem Jahr ;)


Blick aus meinem Fenster
Ort in der Nähe  
Chubaca (Tanz: Santiago)Mein Haus mit Garten und Pool
Mein Haus mit Garten und Pool
Kategorien: Südamerika

Interview fürs südafrikanische Radio

Tim geht Südafrika-wärts - Mo, 08/30/2010 - 18:54

Hatte heute morgen ein Interview mit South African Broadcast (SABC). Das Interview wird in verschiedenen Radiosendern in ganz Südafrika ausgestrahlt :) (auch zu beachten mein tolles Haar).

radiointerview.jpg

Kategorien: Afrika

Verliebt in Nordirland

Youthreporter.eu - Tagebücher - Mo, 08/30/2010 - 00:00

Schon ein Monat um! Für kleeblatt3 vergeht die Zeit in Nordirland fast zu schnell. Aber es passiert auch viel: Feste, Ausflüge, eine Parade in Newcastle und Rugby-Spielen stehen auf dem Programm.

Kategorien: Europa

ICYE On Arrival

Youthreporter.eu - Tagebücher - Mo, 08/30/2010 - 00:00

Von acht Uhr morgens bis elf Uhr abends Programm und dann in die Sauna. Klingt stressig, ist aber viel Spaß, findet Mitch. Sein On Arrival Camp in Jämsä ist in jedem Fall eine neue Erfahrung.

Kategorien: Europa

Bald ist es soweit

Youthreporter.eu - Tagebücher - Mo, 08/30/2010 - 00:00

In ein paar Tagen ist Sabrina4789 auch schon in Irland. Sie freut sich schon auf ihren Freiwilligendienst in einem Waldorfkindergarten. Aber jetzt muss der Koffer erst einmal gepackt werden!

Kategorien: Europa