

Was bleibt sind Moment von einer schwer zu beschreibenden Leichtigkeit, welche sich mir erst im Nachinein, an Bord des Air France A 330 offenbaren...in einem seltsamen Anfall von Melancholie und Dankbarkeit sehe Ich, wie viel Ich doch hatte .Und vll. verstand ich Togo erst in dem Moment des Umdrehens an der Gangway ein wenig...
Was bleibt sind Wut und Haß auf die unersättliche,räuberische Führungsclique von Togolesen und Ausländer (Israelis, Franzosen, Chinesen, Libanese etc.) welche diesem Land und seinen Menschen das letzte Blu aus den Adern saugen. Welche ihre Brüder und Schwestern für materielle Dingen, Status oder Anshen ans messer liefern, sie seit Jahrzehnten vergessen und ihnen Würde und selbstbestimmtes Leben raubten.
Das Jacques C., ehemals Frankreichs vll. schlimmster Neokolonialist, den fast 40 Jahre regierenden und im Jahre 2005 verstorbenen Präsidenten Eyadema als ,,persönlichen Freund" und Kämpfer für ein freies Afrika betitelte, lässt mich beinahe jeden Glaube an Anstand in sogen. höheren Kreisen verlieren:
„Mit ihm stirbt ein Freund Frankreichs, der für mich ein persönlicher Freund war (...) mit Sicherheit spürt Afrika den fürchterlichen Schmerz angesichts des Verlusts dieses Mannes, der sich seit so vielen Jahren für regionale Zusammenarbeit, für Vermittlung und für den Friedensprozess eingesetzt hat.“
Wie singt Alpha Blondy, eines der wenigen Lichter am Himmel der aufrechten und einfsussreichen:
,,Mister Grande Geule, rends moi un service, ferme ta salle Gueule! Tu n'est pas Che Guevara, encore moins Nelson Mendela..!"
,,J'aime pas ta salle guele..."!
Was bleibt sind Begegnungen mit Menschen, die man im Angesichts ihrer Taten nur noch als Arschlöcher bezeichnen kann. Staatsvertreter, faul, bestechlich, kurzsichtig und pausenlos am Reden über Fortschritt und notwendige Entwicklungen...feige Speichellecker, Opportunisten den das Schicksal ihrer Region, ihrer Brüder und Schwestern sonstwo vorbei geht...
Was bleibt sind Dinge, die nIch nicht verstehen kann...folgendes Video entstand in Lome während der Demos gegen die Regierung...man beachte den Protagonisten.
http://www.youtube.com/watch?v=PLmMWZmHmJc
Als ich das Video in dapaong sah, bemerkte ein togolesischer Polizeikomissar, zurzeit in Kinshasa auf UN-Mission nur trocken, dass der Herr für dieses verhalten in vielen anderen afrik. Städten wohl von einem Mob auf offener Straße gelyncht worden wäre...kann Ich den Leuten nicht verdenken.
Ein solches verhalten in einer Region, die seit Jahrzehnten unter dem französischen Einfluss und unter den von den Weißen gedeckten Präsidenten und Ministern leidet, ist wie wenn man den Opfern des regimes, den verhungerten und von der Malaria dahingerafften Kindern und ihren verarmten und von jeglicher staatlicher Solidarität verlassenen Familien lächelnd ins Gesicht spuckt.
Wie singt Hans Söllner doch so treffend:
,, A Drecksau bleibt a Drecksau, egal wohers kemmt...!"
Man will sich nicht5 vorstellen, welches Blutbad die Präsidentengarde tatsächlich anrichten würde...tapfer unterstützt von den israelischen Sicherheitssöldnern, welcher für die Sicherheit von Faure ,, Ich mache ein auf Demokratie" Gnassingbee angeheuerten wurden.
Deren Chef wurde übrigens vor einiger Zeit über einige Umwege Chef von Togos einzigem Rohstoff ausser korrupten Gewissenslosen...der Phosphatfabrik.
Enteignet die Feinde des Volkes...unter Umständen ist dieser Slogan hier und heute wahrer als zu den Zeiten , als man ihn in D anwendete.
Was bleibt ist das Wissen, wie in Togo derzeit der von ausländischen Staatschefs lobend erwähnte ,,demokratische Prozess" ausgetragen wird...Tränengas ist zum neuen Spielzeug togolesischer Prügelknaben aufgestiegen.
Ein guter Bekannter, Mitglied der Führungsriege der FRAC (Zusammenschluus der Opposition) in Togo bekam am hellichten Tag in Lome die aufgrund der vielen Übungsmöglichkeiten kreativen Einsatzarten der Tränengaskartuschen zu spüren,
Die Uniformierten hinderten Ihn und seine Freund Jean Pierre Fabre, zufällig Spitzenkandidat der Opposition,an der Teilnahme an einem Friedensgebet. Nach zwei Minuten Disskusion schlug ihm ein Capitain ohne Vorwarnung mit der Kartusche ins Gesicht...Mr.Fabre bekam einen Gummiknüppel zwischen die Schulterblätter.
Tränengas wurde abgefeurte und beide konnten sich ins Auto retten...der Dienstwagen von F. wurde übrigens einige Tage zuvor von einer Granate dieses Types ,,getroffen"... Abgeordnetenautos mit Tränengas beschiessen, gewählte Volksvertreter verprügeln, Demos verbieten, Bespitzelung und Festnahme von Demonstranten ohne Angabe von Gründen...das Regime zeigt sein wahres Gesicht.
Es wird Zeit, dass wir unseren togolesischen Brüder und Schwestern helfen und zuerst die seltsamerweise bestehende ,,Nachrichtensperre" aufheben.
Togon ist zu klein, zu arm und unbedeutend, um für uns eine Rolle zu spielen,um uns zu interessieren.
Noch dazu liegt es in Afrika, einem Konmtinent, den wir gerne mit einer abenteuerlichen, der Realität aber deswegen nicht gerecht werdenen Mischung aus Romatik, Angst und Schlaumeierei begegnen.
Wir, die so stolz sind auf unsere gefestigte Demokratie, unser Ansehen im Ausland, unsere Grundwerte und unsere Spendenbereitschaft.
Auch das bleibt...
Was bleibt sind aber auch Menschen, die sich den Dreck nicht länger bieten lassen und sich aufopfern...für ihr Land, ihr Volk, ihre Kinder und deren Zukunft. Gespräche mit diesen Menschen geben mir Hoffnung, Zuversicht und sie bereicherten meinen Horizont.
Es bleibt auch dieser eine Moment, in welchem Ich vll. stolz war auf ,,mein Land".
Ein guter Freund erzählte mir , wie er Anfang der Sechziger durch Deutschland reiste und in einem bayrischen Dorf übernachtete. Es war Erntedankfestzeit und man lud ihn begeistert ein. Er behielt D in guter Erinerung, erzählt mit strahlenden Augen von diesem Abend und Ich freue mich in diesem Moment, Deutscher zu sein.
Erlebt hab Ich viel...jedoch nie Rassismus oder fremdenhass mir gegenüber.
Das Togoische Volk hat es nicht verdient, dass man so mit ihm umspringt!
Und das sollten auch unsere Anzugträger endlich verstehen!
Denn vordergründig bleiben Eindrücke aus einer region, die Selbstinitiative, harte Arbeit und Krativität verloren hat. Verloren in über 40 jahren Einparteienherrschaft, verloren in Jahrzehnten der Stagnation, des Überlebenskampfes und der Demütigung.
Wer Menschen das und weiteres antut, ist für mich ein Mörder und kein ,,Freund Frankreichs" oder verdienter Träger des Bayrischen Verdienstordens (1984).
Alpha Blondy singt es für sein Land, die Elfenbeinküste. Doch das Lied stimmt in vielen Ländern.
,,Les Salaudes...ont mis le feu a mon Paradis...les Salaudes ont mis le feu a mon paradis....ces Salaudes!"
,,Chassez les salles racistes hors de la terre!"
Afrikanische Helden gibt es auch...aber viele wurden unter Beteiligung der achso demokratischen EX(!!!)-Kolonialmacht kaltgemacht, weil sie deren dreckige und blutige Machenschaften aufdeckten und sie in ihrem , souveränen (!) Land untersagten.
Vive Thomas Sankara, der wie kein zweiter Moral, Anstand,harte Arbeit und Intergrität verkörperte.
Erschossen am 15.Oktober in Ouagadogou. Der Anführer des Mordkommandos: sein ehemaliger Freund und heutiger Präsident von Burkina Faso. Seit 23 jahren.
Schosshund der Franzosen, gern gesehener Vermittlern in franz. Namen und bei Problemen, kreiert von franz. Glücksrittern in Nadelstreifen.
Burkina Faso: Pays des hommes intègres.Land der Aufrichtigen.Umbenannt unter Sankara.
Es bleiben noch so viele Dinge...aber vordergründig die Wut über das, was den menschen seit Jahrzehnten im ,,stillen Kämmerlein" angetan wird...eine Sauerei, über die wenige sprechen.
Mein Jahr in der Region ist vorbei, und doch bin Ich irgendwie noch da...obwohl Ich oft genug wütend und enttäusacht war fühle ich, dass es doch eine schöne zeit war...obgleich meiner großen probleme mit Mentalität und Kultur vieler Menschen.
Das Abenteuer endete wie es begann...an Bord einer Air-France Maschine dachte Ich an vergangenes und zukünftiges...und kam nach sechs Stunden in einer anderen Welt an.
Die Gedanken hängen immer noch an Togo, dem kleinen land welches mir so großes Kopfzerbrechen bereitet.
Aber es lässt mich nicht los...es geht weiter. Für alle ,,hommes integres".
Un jour viendra, le peuple se revoltera!