Burundi

Inhalt abgleichen Burundi - Tagebuch aus dem Herzen Afrikas
Aktualisiert: vor 7 Stunden 9 Minuten

Stimmen zur Parlamentswahl

Mi, 07/28/2010 - 08:56
Kategorien: Afrika

Die Angst vor somalischen Attentaten

Di, 07/27/2010 - 15:46

Nach den Anschlägen in Uganda wächst in Burundi die Sorge vor Attentaten durch somalische Terroristen. Polizei und Militär haben schon ihre Präsenz verstärkt. Schon seit Anfang des Jahres dürfen nur noch Reisende in den Flughafen Bujumburas – wer jemanden dorthin begleitet oder von dort abholen möchte, muss draußen bleiben. Auch die große Straße wurde beim Abschnitt vor dem Arbeitsplatz des Präsidenten (Boulevard de l’UPRONA) weiträumig abgesperrt – mit Beton, Stacheldraht, Metallschranken und Polizei- oder Militärposten. Die umliegenden Straßen sind jedoch nicht als Umleitung für starken Verkehr geeignet. In den „Rush-Hours“ zwängen sich alle, v.a. Busse, durch die kleinen Kopfsteinpflastergassen.

Nach den Wahlen ist es in Burundi wieder ruhig geworden – doch nun konzentrieren sich die Sicherheitsmaßnahmen auf die „Gefahr von außen“.


Kategorien: Afrika

Aktuelles aus der (Online-)Presse

Sa, 07/24/2010 - 17:04

STERN.de zu den burundischen Wahlen!

NZZ online: hier klicken!


Kategorien: Afrika

Wahlen, somalischer Terror und die Korruptionshitliste

Fr, 07/23/2010 - 14:20

Heute werden in Burundi die Parlamentswahlen abgehalten. Die Situation in Bujumbura ist ruhig – im Vorfeld gab es jedoch Befürchtungen, einige Spannungen und auch Tote. Nach wie vor ist jedoch die künftige politische Landschaft nicht klar… auch kursieren viele Gerüchte um Ex-Rebellenchef und FNL-Präsident Agathon Rwasa.

Hier geht’s zur Deutschen Welle. Weitere Eindrücke und aktuelle Meldungen zu jeder Stunde gibt es auf Französisch bei IWACU.

Vor Ort machen jedoch derzeit mehr die Drohungen des somalischen Terrornetzwerks Bedenken als die landesinneren Probleme… Polizei und Militär haben ihre Präsenz verstärkt, um besonders „bedrohte“ und potenzielle Angriffsziele zu schützen, Straßenkontrollen nehmen zu. Somalische Terroristen hatten Anschläge auf Uganda und Burundi angedroht – in Uganda sind bereits bei zwei Bombenexplosionen ca. 70 Menschen ums Leben gekommen. Die beiden Länder stehen im Visier der Radikalen, weil sie Soldaten für die Friedenstruppe in Somalia zur Verfügung stellen.

Darüber hinaus ist gerade eine Hitliste mit den korruptesten Staaten in Ostafrika veröffentlicht worden – von Transparency International. Demnach ist Burundi – im Vergleich zu den anderen Staaten der ostafrikanischen Gemeinschaft – das korrupteste Land und hat Kenia auf dem ersten Platz abgelöst. Hier geht’s zur Meldung.


Kategorien: Afrika

Rose in der FR

Mo, 07/19/2010 - 11:08

Die Frankfurter Rundschau hatte Rose unterstützt – mit Artikeln über ihr Schicksal. Viele Leser hatten reagiert. Hier ein aktueller Artikel.


Kategorien: Afrika

Eindrücke vom Vormittag

Fr, 07/16/2010 - 16:48

Heute Vormittag wurde Rose beerdigt. Unter Palmen – und direkt unter einem großen, schönen Kaktus. Viele Kids aus den Heimen waren dabei. Auch Roses Schwestern und Cousins. Hier einige Eindrücke…

Der Friedhof außerhalb Bujumburas

Roses Sarg wird von ihren Freunden abgeladen...

1992 - 2010

Freund und Priester Alphonse betet und richtet Grüße aus Deutschland aus

Kränze von den Freunden - aus den Heimen und auch aus Deutschland

"Ich werde dich nie vergessen" - Beate Diezemann, Roses "Mutter" während der schweren Zeit in Deutschland


Kategorien: Afrika

Gedenkfeier

Do, 07/15/2010 - 12:23

Rose hatte viele Freunde – von Burundi bis nach Deutschland. In Bujumbura wird morgen, Freitag, die Beerdigung stattfinden. Um 9h fahren wir gemeinsam mit den Kindern des Heims zum Friedhof. Auch Alphonse, ein burundischer Priester und guter Freund von mir (der erste Burunder, den ich überhaupt kennengelernt hatte!), wird dabei sein – er wird am Grab eine kleine Messe abhalten. Er kannte Rose schon seit einiger Zeit – er besuchte das Kinderheim als Rose noch nicht nach Deutschland gegangen war und sang mit den Kids.

Die Freunde in Deutschland werden am kommenden Sonntag, 18. Juli, um 16h in der Pfarrkirche St. Albert (Sundgauallee 9, Freiburg) eine Gedenkfeier für Rose abhalten… Wer kommen möchte, ist eingeladen.


Kategorien: Afrika

Rose – Trauer um ein starkes Mädchen

Mi, 07/14/2010 - 16:14

Rose – ein Name mit einer langen Geschichte. Die Geschichte eines Kampfs. Ein Kampf gegen den eigenen Körper. Als wir ihre Krankheit erkannten, war sie schon sehr fortgeschritten. Ein ausländischer Experte hatte damals die richtige Spur aufgenommen. Ein Zufall?

Rose kam nach Deutschland. Viele Kontakte, Telefonate, Mails und Aufregung von Burundi bis nach Deutschland – um Rose zu retten. Schüler rannten, um Spenden zu sammeln, freiwillige Helfer transportierten Blutproben im Gepäck, Mitarbeiter begleiteten Rose täglich zu den Ärzten. Es sollte ihr besser gehen. Die deutschen Ärzte konnten ihr ein Stück weit helfen – eine große Leistung bei einer Krankheit, die nur ein Mensch unter einer Millionen Menschen hat.

Es ging ihr besser. Sie konnte nicht geheilt werden, das stand fest. Aber mit Medikamenten und Bluttransfusionen in einmonatigen Abständen ging es ihr gut. Sie lebte wieder im Heim, mit den anderen und ihrer kleinen Schwester Claudine. Sie konnte lachen, machte sich schick, wenn Besuch anstand. Sie feierte Weihnachten mit ihren Freunden.

Doch ihre Krankheit war stärker. Rose hatte lange gekämpft. Aber heute Vormittag hat sie den Kampf endgültig verloren. Sie starb im Krankenhaus „Prince Regent Charles“ in Buyenzi. Wir konnten nichts mehr für sie tun. Bis zur letzten Stunde war ich in Kontakt mit den Ärzten in Freiburg, sie schickten Tipps und bereiteten noch in den vergangenen Tagen eine weitere Medikamentenlieferung vor, die für die kommenden Monate ausreichen sollte. Pünktlich, bevor die jetzigen Medikamente ausgehen… Wir planten. Mit Rose.

Celestine, unsere Krankenschwester, war die ganze Zeit bei Rose. Im Heim, im Krankenhaus, im anderen Krankenhaus, wohin man sie geschickt hatte. Gemeinsam mit Marie, der Heimleiterin. Heute Vormittag kam Celestine ins Büro, um über die aktuelle Situation zu berichten, welche Untersuchungen man gemacht habe. Da kam der Anruf von Marie aus der Klinik: Rose ist der Krankheit erlegen.

Ich fahre mit Celestine ins Krankenhaus. Dort treffe ich Claudine, Roses kleine Schwester, die schrecklich weint und auf eine Liege neben der von Rose liegt. Das Gesicht abgewendet. Und Nadine, eine Freundin aus dem Waisenheim. Sie sitzt da, still, regt sich nicht. Drückt mich nur fest zur Begrüßung, um dann wieder still auf der Liege zu sitzen. Ich setze mich daneben, lege die Hand auf Claudines Rücken. Das Schluchzen beruhigt sich ein wenig. Aber nur ein wenig.

Ich schaue mich um. Und werde wütend. Je mehr man darüber nachdenkt und je länger man sich in einem dieser Krankenhäuser in Burundi aufhält, desto wütender wird man. Wütend, auf seine eigene Machtlosigkeit. Oder einfach auf alles.

Zwanzig Menschen oder mehr auf Liegen nebeneinander. Die Matratzen kann man gar nicht mehr beschreiben. Die Wände schmutzig. Der Fuß einer der Liegen ist zu kurz, korrigiert und in Waage gebracht mit einem einfachen Stein. Gestrichen wurde hier seit dem Neubau der Klinik vor zig Jahren nicht mehr. Eine ältere Frau, die gegenüber auf einer Liege sitzt, schaut mir kurz in die Augen, dann senkt sie den Kopf. Ein Blick, der mir mehr sagte als alle Worte. Es tat ihr leid um dieses Kind.

Hier, in Burundi, sterben Menschen an weitaus leichteren Krankheiten. „Kleinigkeiten“, würde man bei uns sagen. Aber nicht hier. In Burundi. Wo es so gut wie keine medizinische Versorgung gibt.

Ich schaute gerade in meinen Mailordner. Unterordner „ROSE“. 671 e-Mails. 672, wenn man die letzte Korrespondenz aus der Uniklinik Freiburg von gestern Abend, 18h44, noch dazuzählt, die sich aber noch im Posteingang zur Bearbeitung befindet. Ich will den Ordner nicht löschen. Es fällt schwer, es zu verstehen und damit abzuschließen. Ich hatte alles versucht, was in meiner Macht stand. Wir alle taten das – Chefs, Kollegen, Bekannte, Ärzte, Presse…

Rose ist weg. Claudine, ihre Schwester, bleibt im Heim. Wir werden für sie da sein.

Rose Nduwimana † 14. Juli 2010

Rose Nduwimana † 14. Juli 2010


Kategorien: Afrika

Fußball in der Region der Großen Seen

Fr, 07/09/2010 - 15:21

Ein schöner Beitrag, der die (Fußball-)Lebenssituation in einigen der Länder der „Großen Seen“ (Uganda, Ruanda und Burundi) beschreibt. Sehr nett geschrieben – und so wahr! Hier geht’s zum Beitrag!

Bestätigen kann ich das ebenfalls. Nach der Niederlage der Deutschen Elf bei der aktuellen Weltmeisterschaft erreichten mich zahlreiche SMS und Anrufe mit Beileidsbekundungen, Erschrockenheit und Unverständnis. Ebenso stark war schon die Anteilnahme beim hohen Sieg über Argentinien zuvor… Die „Mannschaft“ (wie hier alle das deutsche Team nennen), ist in Burundi bestens bekannt – vielen wahrscheinlich besser als mir selbst…


Kategorien: Afrika

Ausstellung in Stuttgart

Do, 07/08/2010 - 14:24

Eine kleine Ausstellung zu Burundi in Stuttgart – gestaltet vom Partner Kerschensteinerschule. Mehr Infos hier!


Kategorien: Afrika

Zur PTA

Do, 07/08/2010 - 08:54

Artikel/Interview zur PTA-Schule in Burundi – schon etwas älter, doch jetzt erst erschienen.


Kategorien: Afrika

Wahlnachspiel – und Wirtschaft

Fr, 07/02/2010 - 08:17

Hier ein aktueller Artikel der taz zu den Wahlergebnissen – noch ist das letzte Wort nicht gesprochen.

Derweil wird ein Grundstein gelegt für eine gemeinsame Wirtschaftsregion. Hier klicken! Und hier!


Kategorien: Afrika

Burikukiye!

Do, 07/01/2010 - 08:44

Heute ist der Unabhängigkeitstag Burundis. Bereits seit Wochen bereiten sich Polizei und Militär mit Marschübungen für die heutige Parade vor, bei der sie vor dem Präsidenten und vielen Politikern vorbeimarschieren und salutieren. Im TV wurde gestern gezeigt, dass wohl auch Schauspiele aufgeführt werden, u.a. im Nahkampf und ein Hubschraubereinsatz. Geld spielt dabei anscheinend keine Rolle…

Dennoch: Gratulation zu diesem Tag!


Kategorien: Afrika

Zu den Wahlen – Meldungen und Ergebnisse

Do, 07/01/2010 - 08:39

Die Deutsche Welle vermeldet, dass Präsident Nkurunziza wiedergewählt worden sei – mit „mehr als 91 Prozent der Stimmen“. Stimmt schon, jedoch sollte man einige Infos mehr hinzufügen, wie ich finde, um das Bild nicht zu verzerren. Denn es sind bei Weitem nicht alle Burunder wählen gegangen, die stimmberechtigt sind. Allein das ist schon als Gegenstimme zu betrachten.

Die CENI (Wahlkommission) hat bereits vorläufige Ergebnisse bekannt gegeben – zu sehen hier. Zu sehen sind die Wahlbeteiligungen in den jeweiligen Provinzen und die Stimmen für den amtierenden Präsidenten – den einzigen Kandidaten.

Derweil sei FNL-Chef Agathon Rwasa geflüchtet, „aus Sicherheitsgründen“. Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich. Hier klicken! (Französisch) Auch die restlichen Oppositionsparteien würden den Präsidenten nicht anerkennen und werfen Manipulation vor. Mehr Infos hier (Französisch). Derweil loben die internationalen Wahlbeobachter den friedlichen Ablauf der Wahlen, trotz einiger Unstimmigkeiten und Unregelmäßigkeiten, insbesondere auch Gewalttaten während des Wahlkampfes. Auch lobten sie die burundischen Medien, die eine hervorragende Arbeit leisteten – bis auf „einige private Radiosender“, was sich wohl an den Sender Rema FM richtet. Der Sender steht der Präsidentenpartei CNDD-FDD sehr nahe und ist bekannt für seine Verstöße gegen Richtlinien der Medienprinzipien und Persönlichkeitsrechte. Mehr Infos hier.

Anscheinend seien auch ca. 70 Oppositionelle verhaftet worden. Die Opposition kreidet das der regierenden Präsidentenpartei CNDD-FDD an. Diese weist die Vorwürfe zurück und sagt, die Verhaftungen seien gemäß dem Gesetz und außerdem von den „Sicherheitskräften“ durchgeführt worden. Nur ist jedoch bekannt, dass die Polizei in Burundi größtenteils der Präsidentenpartei sehr nahe steht… Mehr dazu! (Französisch)

Fest steht, dass vor allem die Bevölkerung unter den Spannungen und gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den unterschiedlichen „Parteijugenden“ leidet. So sind vor wenigen Tagen ein Vater und seine Tochter einem Handgranatenanschlag zum Opfer gefallen, als sie gerade beim Essen waren. Anscheinend galt der Anschlag jedoch dem Sohn, der den CNDD-FDD-Jugenden angehört. Er selbst aber überlebte den Anschlag. Mehr! (Französisch)

Anscheinend wundern sich viele Wahlbeobachter und Organisationen, weshalb sich die Wahlkommission CENI so sehr beeilt, die weiteren Wahlen durchzuführen (Wahl der Abgeordneten und des Senats). Klüger sei es, zuerst zu einem politischen Dialog aufzurufen und die Spannungen beizulegen… Mehr! (Französisch)


Kategorien: Afrika

Soldatenmarsch und… keine Termine

Mi, 06/30/2010 - 10:31

Gerade eben wollte ich zu IMC (International Medical Corps), wo ich einen Termin hatte. Es sollte um eine Kooperation gehen, insbesondere in der Verbesserung im Gesundheitssektor. Aus- und Fortbildungen für medizinisches Personal. Das Büro befindet sich am Boulevard de l’UPRONA, nicht weit von unserem Büro entfernt. Ich bin pünktlich. Kurz davor jedoch werde ich von einem Polizisten angehalten. Durchfahrt derzeit verboten, grinst er. Die Soldaten müssen ihren Parademarsch einüben, um morgen, am Unabhängigkeitstag, im Gleichschritt am Präsidenten vorbeimarschieren und salutieren zu können. „Ich muss doch aber arbeiten?!“ versuche ich ihn umzustimmen und die Erlaubnis zu bekommen. Schließlich geht es ja bei dem Termin nicht um mich. Keine Chance – „Befehl von den Autoritäten“. So kommt das Land voran… bei allem Respekt für den Unabhängigkeitstag und die dazugehörigen Feierlichkeiten. Ich möchte niemandem den Stolz absprechen, keine Frage. Aber das öffentliche Leben und vor allem die Arbeit dadurch lahm legen? Der Polizist lächelt, ich auch. Typisch weiß… denkt mal wieder nur ans Arbeiten…

Zum Thema Unabhängigkeit afrikanischer Staaten hier ein Artikel zur Demokratischen Republik Kongo.


Kategorien: Afrika

Die (vorläufigen) Ergebnisse

Di, 06/29/2010 - 17:50

Auf IWACU sind bereits erste Zahlen zu den Wahlen von gestern veröffentlicht: Wahlbeteiligung und Stimmen für den Präsidenten. Die unabhängige Wahlkommission äußert ihre Zufriedenheit über den ruhigen Ablauf der Wahlen.

Derweil werden die burundischen Journalisten für ihre Arbeit gelobt – zu Recht. Hier klicken!

Ich bin persönlich sehr froh, dass alles so glimpflich über die Bühne ging. Wenn man von „glimpflich“ sprechen kann bei knapp zehn Toten und mehreren Verletzten aufgrund der Anschläge mit Handgranaten in den vergangenen Wochen… Aber, im Vergleich zu so manchem Szenario, das manchereiner vor einigen Monaten noch malte – wirklich „glimpflich“. Ich hoffe nun nur noch, dass es auch in den kommenden Tagen völlig ruhig wird und nicht wenige – ich entschuldige mich – Idioten meinen, sie müssten noch Granaten werfen.


Kategorien: Afrika

Die burundikids-Freiwilligen online

Di, 06/29/2010 - 09:51

Das Magazin zur Entwicklungspolitik schreibt über zwei Freiwillige der burundikids. Hier klicken!


Kategorien: Afrika

Wahltag in Burundi

Mo, 06/28/2010 - 08:49

Seit 6h in der Früh gehen die Burunder in die Wahllokale. Ich sitze im Büro, die Straßen sind wie ausgestorben. Gestern Nacht waren vereinzelt wieder Granatexplosionen zu hören. Dennoch würden die Menschen wählen gehen, wie mir ein Bekannter berichtet, der in Rumonge, südlich von Bujumbura, die Wahlen beobachtet. In anderen Regionen jedoch, wie mir ein anderer Freund berichtet, wäre die Resonanz weniger zahlreich – wie auch IWACU berichtet (Französisch).

Am Wochenende sagte die CENI, die unabhängige nationale Wahlkommission, alles sei soweit in Ordnung für die Wahlen. Auf der anderen Seite wurden in Bujumbura und Gitega jedoch einige Mitglieder der Opposition verhaftet.

Hier zwischenzeitlich ein Artikel, der die komplexe Lage in Ruanda, Burundi und der Demokratischen Republik Kongo sehr gut aufzeigt.

9h15: Ich bin gerade am Wahllokal in Nyakabiga, Viertel in Bujumbura, vorbeigekommen. Wie zu erwarten, sind dort mehr Polizisten als Wähler…

10h: Artikel der Agentur AFP!

11h30: Erneutes Lob an die Medien Burundis, die in Synergie arbeiten und über die aktuellen Geschehnisse berichten! Aux médias du Burundi: Vous faites un bon travail! Félicitations!

11h30 (Quelle IWACU): Einige Mitglieder der oppositionellen Partei FNL sind verhaftet worden. In mehreren Provinzen werden außerdem Schüsse vermeldet, die dazu führten, dass die Bevölkerung Angst hat, wählen zu gehen. Die Polizei habe die Situation jedoch schnell unter Kontrolle gebracht. Der Präsident der CENI (Wahlkommission) ruft im Radio zur Ruhe auf und appelliert, der Bevölkerung ihr Recht zu gewähren, wählen zu können. Die Wahlbeteiligung ist dennoch mäßig – obwohl laut Beobachtern die Sicherheit gewährleistet sei. In manchen Wahllokalen sind bislang weniger als die Hälfte der Registrierten zur Urne gegangen. Laut CENI sollen die Wahllokale bis 16h geöffnet sein. Gewählt werden kann bereits seit 6h morgens.

11h35 (Quelle IWACU): Ein Schüler wurde verhaftet, weil er eine Handgranate bei sich trug.

12h10 (Quelle IWACU): In Kamenge (Stadtteil Bujumbura) hat sich anscheinend bislang nur etwa ein Drittel der Registrierten zur Wahlurne begeben. In Cankuzo (Provinz) seien die Wahllokale leer. Die Beobachter erklären, die Leute wollten zuerst ihrer Arbeit auf den Feldern nachgehen und danach wählen gehen.

13h50 (Quelle IWACU/Synergie der Medien): Zwei TV-Journalisten wurden im Viertel Kinama (Bujumbura) verhaftet, als sie aus einem Wahllokal berichten wollten. Anscheinend sei die Einmischung der unabhängigen EU-Wahlbeobachter notwendig gewesen, um sie wieder von der Polizei frei zu bekommen. Derweil ist die Wahlbeteiligung nach wie vor sehr gering und beläuft sich vielerorts auf knapp ein Drittel der registrierten potenziellen Wähler. Die Sicherheitslage ist jedoch nach wie vor entspannt.

Ein weiterer Artikel der taz zur aktuellen Lage… Hier klicken! – Und ebenfalls Lob an die Synergie der burundischen Medien!

15h30: Die Zahlen zur Halbzeit auf IWACU (Französisch)… In Bujumbura geht die Mehrheit nicht zur Wahl. Um 16h schließen offiziell die Wahllokale.

16h15: Laut IWACU (Synergie der Medien) und den neuesten Infos aus den Wahllokalen von ca. 14h hat die Zahl der Wähler am Nachmittag deutlich zugenommen. Vielerorts über zwei Drittel der registrierten Wähler haben die Urnen aufgesucht. Grund für die späte Wahlbeteiligung sei die Arbeit auf den Feldern gewesen. Seit ca. 15 Minuten sind die Wahllokale geschlossen. Vorläufige Ergebnisse werden wohl schon heute Abend und morgen früh bekannt gegeben.

Zwischenzeitlich kommt es an der Universität von Burundi zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Studenten. Anscheinend sei am Vorabend ein Student festgenommen worden, der FNL-Anhänger sei. Heute seien zwei Polizisten zurück auf den Campus gekommen, um das Zimmer des Studenten zu durchsuchen. Dabei hätte eine große Menge von Kommilitonen die beiden Polizisten nicht mehr gehen lassen, Verantwortliche der Universität haben den Polizisten die Waffen abgenommen. Weitere Infos sind noch nicht bekannt.


Kategorien: Afrika

Doku zu „Gustave“

So, 06/27/2010 - 11:56

Angeblich hat Burundi das größte Nilkrokodil zu bieten: „Menschenfresser“ Gustave, den eine Legende nach der anderen umgibt. ARTE zeigt die Dokureihe „Die Entdecker“, in der auch Burundis Krokodil Thema sein wird.

Ausstrahlungstermine: 30. Juni, 8h10 und 3. Juli, 9h30. Mehr Infos hier!


Kategorien: Afrika