Südamerika

6. Erfahrungsbericht online!

Simon geht weltwärts! - Fr, 07/30/2010 - 20:29

Liebe Spender, Unterstützer, Familie, Freunde und Interessierte,

nicht mehr lang ist es bis zum Ende meines Freiwilligendienstes Mitte September, und noch eher folgt schon die Ankunft meiner Nachfolger Mitte August. Doch noch bin ich hier, und genieße mein Leben und meine Arbeit auf dem südamerikanischen Kontinent – und lasse euch mit dem 6. Erfahrungsbericht – den ihr HIER! downloaden könnt – ein Stück teilhaben daran. Zwei weitere Berichte sind noch vor meiner Rückkehr geplant – in der nächsten Zeit wird es also ordentlich Lesestoff aus Buenos Aires für euch geben.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, und freue mich über Rückmeldungen – auch wenn meine Antworten ab und an etwas auf sich warten lassen, ich registriere euch und versuche mich zeitnah zu melden!

Ganz liebe Grüße aus Argentinien,
Simon


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Schulausflug ins Freizeitlager, Projekt, usw

Fionn geht Weltwärts - So, 07/18/2010 - 07:22

Das Projekt in dem ich arbeite, ADR, hat in 3 verschiedenen Orten eine Schule für gehandicapte Kinder. Aus diesen wurden einige Kinder ausgewählt, um mit in dieses „Campamento“ zu fahren. Mir wurde gesagt es wurde ausgewählt, je nachdem wie sich die Schüler im Schuljahr benommen haben. Ich weiss da nicht genau wie pädagogisch richtig das ist aber auf der anderen Seite kann es auch gut sein, dass genau diese Kinder das Camp für die anderen Kinder ungenießbar machen würden.

Campamento

Die Anlage war echt perfekt für solche Lager gemacht. Sehr gross, viel Grün, viel Platz und ein paar Sportanlagen. Jarabacoa ist mitten im Land der DomRep. Gar nicht weit weg vom Pico Duarte. In diesen 3 Tagen konnte ich mich super einbringen, ich habe jede freie Minute mit den Kiddies gespielt und versucht etwas Ordnung zu halten. Es war wirklich super.

Nina spritzt die Schüler ab...

Die Kinder hatten ihren Spass und wir auch. Einige Dinge gab es, die ich mal als Kulturunterschiede betrachte (bei uns wären auch DInge dabei, die nicht funktionierten) aber im grossen und ganzen war es ein echter Erfolg. Selbst die Planung hat super gut funktioniert. Einhaltung von Zeiten, Essen usw… Evtl weil die Organisatoren das auch schon seit ca. 15 Jahren machen. Die Organisatoren, sind die, die bei uns in der Arbeit die Cafeteria schmeissen. Da es in der Cafeteria manchmal nicht so geordnet/pünktlich zugeht, hätte ich nicht so eine tolle Leitung erwartet. Wahrscheinlich macht ihnen diese Arbeit aber auch mehr Spass als die Cafete.

Die Gruppe wurde, unabhängig von welcher Schule sie stammten, nach Alter getrennt und in 8 Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekam einen Namen, mit dem sie sich während des Campamento identifizierten. Wir waren „Los Campeones/Die Champions“. Direkt am 2. Tag entwarf jede Gruppe eine Gruppenflagge, die immer von einem der Schüler getragen werden durfte. Denke das ist eine super Sache, gerade bei Kindern mit Behinderung. Durch Gruppenname und Flagge, konnte er immer seine Gruppe wiederfinden. Abends trafen sich immer alle Lehrer und Organisatoren und wir sprachen über den vergangenen Tag. Was lief Gut, was man verbessern könnte und sonstige Sachen. Und es wurde nicht nur geredet sondern auch in die Tat umgesetzt. Z.B am zweiten Tag gab es Mittagessen. Alle Gruppen gingen einzeln zum essen und wurden am Tisch platziert. Das dauert natürlich. Da es eine kirchliche Einrichtung ist, und es wohl so üblich ist, wird vorm Essen noch gebetet, „la oración“. Da wir aber natürlich erst beten konnten, wenn alle da waren, musste ich mit meinen Kindern etwa 20 min mit Hunger vor dem heissen Teller voller lecker „Mangu“ (Essbananenbrei) und „Queso frito“ (fritierter Käse) warten. Es wurde so geändert, dass sie bei dem Treffen vorher beteten. Dann konnten wir direkt anfangen zu essen.

Schubkarrenrally, thx Felix fürs Foto

Krankenschwester Julia wurde sehr geliebt :-)

Genauso machten wir ne Rally, super Ideen, mit Schubkarrenrennen, Sachen suchen, mit verbundenen Augen Essen und andere lustige Sachen. Es klappte nur nicht, da keine Zeit festgesetzt wurde und Gruppen die fertig waren auf andere warten mussten. Dadurch entstand Chaos.  Ich meinte danach zum Rally-Chef, ob wir es das nächste mal mit einer vorher festgesetzten Zeit versuchen könnten und einer der mit ner Pfeife rumläuft und das Ende der Zeit angibt. Das fand er gut und meinte, dass wir es nächstes mal so machen. Toll!

Eine Aktivität hiess Juegos de la mesa. Brettspiele. Durch ein paar Packete aus Deutschland (meistens meiner Mutti) und durch Geschenke meinerseits, kam da schon ein grosser Stapel zusammen. Die hat meine Gastmutter alle mitgenommen und so konnten die Kiddies auch neben Domino noch was anderes spielen. Die Favoriten waren Jenga und Memmorie.

Juego de la mesa - campamento

Was auch noch ein riieesen Spass war, war die Feuerwehr. Wir bauten auf einer Wiese einen Pool für etwa 10-15 Personen auf. Da wir aber 120 Kinder waren, wäre es nicht so spannend. Deshalb kam die Feuerwehr und spritze uns mit dem Schlauch ab. Fotos könnt ihr in dem PDF Dokument weiter unten sehen. Es gibt auch eine traumhafte Badestelle am Fluss. Das wäre das Highlight für die Kinder gewesen. Leider gab es am Anfang viel Gemecker von wegen Sicherheit. Der Fluss ist normalerweise an der Stelle Knietief und Glasklar. Es würde ein Bereich geben, der von etwa 10 Lehrern bewacht wird. Seit 15 Jahren ist nix passiert. Leider gibt es sehr viele, die eine Abneigung bzw. Schiss vor Wasser haben. Z.B. gabs ein (!)Sportlehrer, der nicht schwimmen kann, er sagte am Anfang auch er lasse die Kinder aus Santiago nicht schwimmen. Deshalb fand ichs sehr schade, dass der Organisator nicht den Fluss mit ins Programm genommen hat, weil wohl zu wenig Zeit wäre. Dadurch wird dieser Teufelskreis nie unterbrochen. Die Kinder lernen die Angst von ihren Eltern und geben sie wieder an ihre Kinder weiter. Juan der Organisator, sagte mir auch, dass zu einem richtigen Campamento ein Flussbad dazu gehört. Oder auf einen Berg wandern oder sonstiges Abenteuerliches. Ganz meine Meinung hat er da getroffen.

K foto tan chula :)

Die Kinder sind mir ganz schön ans Herz gewachsen. Auch die Kinder unter sich wurden nach den 3 Tagen erst richtig warm. Zwar auch frecher aber das ist ja normal. Hätte locker nochne Woche länger sein können. Apropos, er lud mich auch gleich ein auf ein anderes Campamento mit der Dominikanischen Schulen. Irgendwann 2011 für 14 Tage!!! 7 Tage 300 Kinder und 7 Tage 300 andere Kinder!!! Woww. Das ist Arbeit. Aber reizen tuts mich schon, so als Arbeitsurlaub :-)

Hier ein Bericht auf Spanisch, für die Oberchefs geschrieben:  INFORME CAMPAMENTO.pdf

Im Projekt

gehts grad auf und ab, Die Filiale in San Cristobal ist fertig und es ist alles glatt gelaufen. Hab auch 1 Tag Einführung gemacht, halber Tag für die Sekretärinnen und andere Hälfte für die Lehrerinnen. Hätte nie gedacht, dass ich in meinem Leben mal Excel-Nachhilfe gebe. Hat aber spass gemacht, sie waren sehr interessiert und ich muss echt sagen die neue Ubuntu-Version (10.04) ist echt stabil und bietet viele tolle Features. Den Desktop habe ich Windows ähnlich eingerichtet, genauso ein MSN-Client, der automatisch startet. Hier ein Screenshot:

Edubuntu 10.04 Desktop mit MSN und angepassten Icons

In Santo Domingo läufts schleppend. Der Kollege, der das Programm weiter führen soll, hat wohl wichtigere Dinge zutun. Und kriegt auch nicht vom Chef gesagt, dass er nur noch am Edubuntu-Programm arbeiten soll. Schade, hab mir echt Mühe gegeben bei dem Lernplan für ihn. Naja es ist noch nicht vorbei. Auch wenn er nur die Basics hat. Ich hab mir auch alles selbst beigebracht. Im Internet gibts genug resourcen. Wenn er die Grundidee versteht, dann kann er sich danach auch selber helfen.

Mein Job ist derzeit ein Manual für Lehrer zu schreiben. Es wird sowas wie ein Computerkurs mit Edubuntu. Dann der Nachfolger, was momentan nicht sehr gut klappt. Dann interessieren sich auch die Psychologen der ADR für das Programm und wollen das als Tool zum Evaluieren der Kinder benutzen.

Family

Ausserdem war ich noch mit meiner Gastfamilie im Resort. War echt ne tolle Erfahrung. Wir waren aber nicht in einem typischen Touri-Resort sondern in einem mit fast nur mit Dominikanern.

Mit meiner Gastfamilie im Pool....

Naja dementsprechend fiel ich dort dann auch auf. Als grosser, weisser, sichtbarer Ausländer… Als sie dann aber merkte, hey der spricht ja (dominikanisch-)Spanisch gabs immer nette Reaktionen. Abends gabs immer ne Hotel-Show. Beide Abende musste ich dort auf die Bühne. Am zweiten Abend musste ich auf der Bühne bleiben und bei einem Micheal Jackson-Tanz-Wettbewerb teilnehmen. Wer mich kennt, weiss, dass mir kein Tanz-Gen mitgegeben wurde und das auch die Hüfte sehr deutsch ist. Trotzdem gewann ich die Show gegen 5 Dominikaner (die 10-Mal besser tanzten). Vielleicht lags auch daran, dass 1 Teilnehmer das Publikum damit gewinnen wollte indem er damit warb, dass er Dominikaner sei und der Sieg auch einem Dominikaner zustehe. Das liess ich natürlich nicht auf mir sitzen und meinte „Yo tambien casi soy dominicano“- „Ich bin auch schon fast Dominikaner“. Das fanden sie natürlich total super :) Nach der Show wurde ich im Resort wirklich wie Micheal Jackson behandelt… ;-) Naja mal ein ganz lustiges Gefühl… Echt tolles WE. Viel mit meinen Geschwisterchen gespielt, Volleyball, Pool, Playa, ESSEN…

Nächsten Mittwoch ist schon „End-of-stay“ von AFS. Puhh ja jetzt gehts bald wieder Heim. Wo wir schon bei dem Thema sind, Ihr seid alle Eingeladen mich am 11.09.2010 bei einem dominikanischen Abend zu begrüssen. Es wird ein bisschen Programm gemacht und es gibt ein paar typische dominikanische Verköstigungen. Würde mich freuen wenn ihr alle zahlreich kommt. Meldet euch einfach via Mail (fionnziegler (AT) gmail (DOT) com) oder bei meinem Vater Henning. Es kommt aber noch ne offizielle Einladung mit Wegbeschreibung usw.

Ich versuche jetzt die letzte Zeit noch zu genießen und mein Projekt so gut wie möglich zu beenden. Der versprochene Video-Artikel über mein Arbeitsweg ist nicht vergessen…

meine liebe kleine süsse Gastschwester Emely am Strand von Boca Chica


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… und auch die WR zieht mit!

Simon geht weltwärts! - Sa, 07/03/2010 - 07:15

Auch die Westfälische Rundschau (WR), eine Tageszeitung aus meiner Region, lies es sich nicht nehmen, sich von mir über die Situation in Argentinien vor dem heutigen Viertelfinalspiel berichten zu lassen. Der Artikel von Jana Tilz über das Interview mit mir ist HIER zu lesen.

Der Countdown zum Spiel läuft – Que gane el mejor equipo (Auf dass die bessere Mannschaft gewinne)!


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Weiterer Artikel in der Westfalenpost

Simon geht weltwärts! - Fr, 07/02/2010 - 19:33

Gestern wurde ich von Herr Linke, Sportredakteur der Westfalenpost, am Telefon über die Stimmung in Argentinien vor dem Viertelfinalspiel gegen Deutschland interviewt. Er hat einen ganz schönen Artikel daraus verfasst, der heute in der Tageszeitung erschienen ist. Auch im Internet ist er einsehbar, dazu klickt ihr einfach HIER!

Viele Grüße aus dem gespannten aber auch euphorischen Argentinien!


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Visum, Impfungen und Abflug

Katja goes weltwärts in Peru - So, 06/27/2010 - 00:06
Gestern habe ich voller Überraschung einen Brief von der Peruanischen Botschaft in meinem Briefkasten vorgefunden - ich hatte das schon komplett vergessen - und siehe da: mein Reisepass mit eingeklebtem Visum auf Seite 6. Endlich! Ich weiß gar nicht, wann ich das beantragt hatte. Dürfte aber einige Monate her sein.

Übernächste Woche ist dann auch die letzte Impfung geplant: Gelbfieber, vor der ich mich bisher noch etwas gedrückt hatte.

Meine Abflugdaten habe ich inzwischen auch bekommen. Und zwar fliege ich am 18.8. schon um 8.45 Uhr in Leipzig los. Wenige Minuten später bin ich dann auch schon in Frankfurt (welch eine Freude -.-) und dann geht es ab nach Südamerika. Gegen 22:00 Uhr Deutscher Zeit stoppe ich nochmal in Caracas (Venezuela) und gegen 4:00 Uhr (D) bzw. 21 Uhr bin ich dann endlich in Lima. Ich bin also gut 19h unterwegs, aber zum Glück ja nicht alleine.

Mal schauen wie lange ich noch in Berlin bin. Wahrscheinlich bis Anfang August und dann geht es erstmal in die Heimat :)
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Besser spät als nie…

Fionn geht Weltwärts - Do, 06/17/2010 - 01:24

Hallo ihr Lieben,

Nach der Eröffnung liefen die Computer super. Es gab nochmal Probleme mit dem Strom aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.

Der Titel „Besser spät als nie“ wählte ich, weil am letzten Tag vor den Ferien der Kinder, mein Nachfolger kam. Dieser soll das ganze hier weitermachen nach meinem Abgang. Er ist in meinem Alter, hat zum Glück auch Computerkenntnisse und möchte viel lernen. Von Linux hat vorerst nur schon mal was gehört, daher haben wir die nächste Zeit ne menge zutun. Wir werden die Basics von Linux, Ubuntu, Thinclient-Architectur und Shell-Scripting durchgehen. Danach werden wir den Aufbau einer Klasse simulieren. Ich hoffe so, dass er danach bereit ist, selber eine Klasse oder eine Firma mit einer Terminalserver-Lösung ausstatten kann.

Wie ihr bestimmt merkt, macht mich das sehr glücklich jemandem von hier, etwas von meinem Wissen weiterzugeben. Sonst wäre ich im September abgehauen und bei dem nächst kleinerem Problem würde die Klasse „sterben“. Ich versuch auch immer es aus der anderen Perspektive zu sehen. Wenn ich mir vorstelle, dass ein „Fremder“ nach Deutschland kommen würde, von dem ich dann auch noch „Unterricht“ bekommen würde. Ist bestimmt irgendwie erstmal komisch. Auf der anderen Seite hätte ich nichts dagegen wenn mir ein ausländischer erfahrener Programmierer etwas beibringt. Gut aber das ist dann auch wieder was anderes. Aber das, was er hier lernen kann, ist nicht nur für irgendwelche „doofen“ Klassen nutzbar. Linux-Freaks werden in der Wirtschaft geliebt. Außerdem würde er auch gern in die Java-Programmierung einsteigen und wenn nach dem ganzen Edubuntu Zeug noch Zeit ist, bin ich gerne bereit ihm da etwas zu helfen.

Morgen wollen wir über die Installation in der Filiale San Christobal sprechen. Durch ein paar andere AFS-Freiwillige, würde die Chefin das Programm wohl gern haben. Wäre natürlich ne Perfekte Möglichkeit für meinen Nachfolger. Dann könnten wir die Klasse mithilfe der anderen Freiwilligen auch dort einführen.

Des weiteren wird gerade schwer hier in der Klasse gearbeitet, weil während der Eröffnung alle Chefs anwesend waren und sich über die herrschende Hitze beschwerten. Gerade wird so eine Decke installiert, damit ein bisschen Energie gespart wird. Danach soll eine Klimaanlage installiert werden. Normalerweise bin ich ja nicht so der Fan von den Dingern, aber im Moment läuft der Schweiß einfach 9 Stunden auf der Arbeit. Auch die Kiddies können sich dann bestimmt besser konzentrieren.

Neben der Arbeit fühl ich mich auch sehr wohl. Ich mache sehr viel mit meinen Geschwistern, bin einfach viel mit meiner Hostfamily zusammen. Sind jetzt nur noch knapp 3 Monate bis zur Rückkehr und da kann ich mir jetzt schon sehr gut vorstellen, dass gerade die Kleinen, Emely, Smailyn, Yunior und Nachbarskinder, mir sehr fehlen werden. Naja noch bin ich ja hier :) Am Wochenende waren wir im Theater und haben ein tolles Stück gesehen, was in der Klappsmühle gespielt hat. Nur 4 Schauspieler von denen 3 Patienten waren und die Therapeutin, die am verrücktesten war. Es hiess glaub ich „el 28″. Samstag gings mit den Kindern und meinen deutschen Mitfreiwilligen zum Strand. Echt schön. Volleyball, Strand, Baden, Paulas Unterwasserkamera, Karibik…..

Am playa bonita Guayacanes

Sonntag, nein wer hätte das gedacht, gings zum Fussball. Ich habe meinen Gastvater Nixon eingeladen, der dann aber leider nicht konnte. Wie fast alle Dominikaner ist Fútbol auch für ihn ein Fremdwort, daher wärs bestimmt toll gewesen es in so eine Atmosphäre kennenzulernen. Im Dominikanisc

WM10

h-Deutschen Zentrum werden alle Spiele via Beamer übertragen. Dementsprechend voll war es dann auch. Es war wirklich fast wie in einer deutschen Kneipe inklusive überlaute Fussball-Prolls… Danach musste der Sieg dann noch mit einer Deutsch-Dominikanischen (es waren auch einige Dominikaner da, gerade vom Techo, UTPMP) Gruppe gefeiert werden.

USA-Reise

NYC

Ich mag es persönlich nicht soooo gern von anderen Leuten erzählt zu kriegen, wohin man unbedingt reisen solle und was man dort alles sehen wird usw… Bin halt irgendwie ein zu spät geborener Entdecker :-) Daher schreibe ich auch nur knapp. Oder versuch es zu mindestens… Es ging los, Santo Domingo – New York. Nach 2 viel zu kurzen, atemberaubenden und anstrengenden Sight-Seeing Tagen gings nach LA. Dort schliefen wir (mit Henni) erstmal bei meiner Tante Karen. Samstag fuhren wir zu der Hochzeit Hennis Cousins. War eine sehr tolle originelle Hochzeit. Alles sehr locker und etwas rockiger angehaucht. Tolle Musik, Autos…. Ein paar Tage LA, Venice Beach, Bergen von tollen Santa Barbara, Hollywood, Getty-Center. Freitag-Morgen kam Mitja (mein Bruder) aus Vancouver und wir frühstückten am Muscle-Beach (Venice). Der so benannt wurde, weil es open-air Fitness-Studios gibt und jeder gern sein Body zeigte.

Es ging an den North-Rim am Grand Canyon. 1200 Höhenmeter-Wanderung. Danach war ich halbtot. Aber wunderschön und nicht ganz so viele Touris wie am berühmten South-Rim.

Nächster Tag: Zion Canyon Wanderung zu einer schönen Badestelle an einem Fluss. Auch super beeindruckend und mindestens so schön wie der „echte“ Canyon.

Zion

Zwei Tage Vegas… Gigantische Hotels, Casinos, leckeres Essen, Geld, Glücksrausch, Träume, verlorene Träume, verschiedene Menschen… Unglaubliche Stadt.

Mitja flog nach Vegas mit ein paar verlorenen Dollars wieder nach Kanada. Für uns gings weiter durch Death-Valley zum Yosemite National Park. Jetzt kommt der Geheim-Tipp: June-Lake. Unglaublich schöne Gegend. Im Winter auch ein Skigebiet. Super-netter Park-Wächter gab uns ein paar Wandertipps usw. Wir machten eine Wanderung zum kleinem verlassenem Parker-Lake. Natur-Pur und eine Vogel-Welt, wie sie mir vorher noch nie auffiel. Ausserdem auch Rehe, Bären, Fische…

June Lake

Dann gings übern verschneiten Pass zum  National Park. Yosemite, beeindruckende Wasserfälle, sehr touristisch, Kletterparadies (el capitan, half-dome….), Bären,  Fahrräder zum mieten.

San Fransisco, tolle Stadt. Irgendwie Modern aber doch irgendwie Alt. Hügel, Strassenbahnen. Gemütlich. Homosexuell (gerade alles mit Regenbogenfahnen geschmückt). Ist wohl einer der einzigen Städten die wirklich „offen“ sind und wo auch Homosexuelle hohe Positionen inne haben. Ich habe gleich vom Starbucks-Kassierer einen Kuchen geschenkt bekommen :-)

Dann den berühmten Highway 1 runter in den Süden nach LA. Verdientermaßen sehr berühmt. Erste Stücke gehts an der wunderschönen Küste Kaliforniens entlang. Traumhaft. Seehunde Bucht. Tolle Landschaft.

Highway 1, Kalifornien

Dann wohnte ich noch 1 Nacht allein bei meiner Tante, bin nochmal zum Venice-Beach und hab den Skatern zugeschaut, war in Universal-City im Kino. Ich hab shrek geschaut. Schon irgendwie lustig, so nah an den „Machern“…

Subway NY

Dann wieder weiter nach NY. Hatte aber nur eine Nacht. Die wollte ich natürlich nicht auf einer ungemütlichen Bank am Flughafen verbringen. Daher bin ich mit Subway nochmal Downtown gefahren. Timesquare. Dabei wieder fast nur Spanisch geredet, weil ich Leute aus Guatemala kennenlernte. Naja heisst nicht umsonst „die Stadt die niemals schläft“. Hab gehört das 60 % der Einwohner Spanischsprachig ist!!

Dann wieder in Santo Domingo gelandet wo meine Gastmutter mich abholte, da hab ich mich sehr gefreut. Obwohl ich vor Hitzeschock wieder fast gestorben wäre…..

Hier zum Schluss noch ein Foto aus meinem Alltag. Dort stehe ich jeden Morgen, wenn ich von Guaricano (meinem Viertel) zur Arbeit oder in die Stadt fahre. Links, da wo der Lastwagen rauskommt, gehts zu meinem Haus.

Guaricano, Santo Domingo

Puhh der Text wurde doch mal wieder länger als geplant :) Bis zum nächsten mal!! Schlaaand.


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Rückblick Monat Mai 2010 – und der letzte Monat hat begonnen!

Nun ist der Gedanke des baldigen Abschieds kaum noch zu verdrängen, jeder Tag wird ein letztes Mal irgendeiner Sache, doch natürlich geht es weiterhin weiter mit der Arbeit, ja mehr als zuvor. Lesen Sie dazu mehr in meinem Monatsrückblick: hier klicken Saludos de Peru!
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Olé berichtet, wie der WM-Auftakt der Selección in Villa Fiorito erlebt wird!

Simon geht weltwärts! - Mo, 06/14/2010 - 04:50

Am Samstag, dem 12. Juni, dem Tag des ersten Gruppenspieles der argentinischen Fußballnationalmannschaft gegen Nigeria, kamen uns im Projekt drei Journalisten der Zeitschrift Olé besuchen, während wir das Spiel mit einigen Jugendlichen des Projektes schauten. Olé ist die einflussreichste  Sportfachzeitung Argentiniens und der meistverkauften Tageszeitung Clarín unterstellt – ungefähr vergleichbar mit BILD sowie SPORT-BILD. Die Journalisten schrieben einen Artikel darüber, wie das erste Spiel der „Selección“ im Armenviertel Villa Fiorito erlebt wurde. Am nächsten Tag waren wir in der Zeitung, auf der Rückseite des Blattes, das für 2,75 Pesos zu erwerben ist (etwa 65 Eurocent). Der Artikel ist einerseits auf der Website von Olé erschienen (hier), ihr könnt aber auch HIER klicken, um den Originalartikel zu lesen. Wir sind auf einem der Bilder (unten rechts) zu sehen. Der Bericht ist natürlich auf Spanisch, hier die Übersetzung:

Von welchem Planet kamst du? Diego Maradona, Villa Fiorito. Der Staubfusel (Anm.: Maradonas Spitzname) bewegt das Viertel.

Wir sahen das Debüt der Nationalauswahl in Villa Fiorito: wir besuchten die Fundación Che Pibe, wenige Blocks entfernt von dem Ort, an dem Diego lebte, und in dem Viertel trafen wir auf … zwei Deutsche! Weiterhin besuchten wir die Bar „Cacho“, wo man den Erfolg eben wie in einer deutschen Bar feierte: mit frischgezapftem Bier. Wir wollten uns dem ehemaligen Haus der Nummer zehn nähern, aber wir endeten wie die Nationalmannschaft: uns einen Schutzhelm überziehend.

Prall gefüllt mit Reportern und Totis Pasman.

Die Bar „Cacho“, in der Straße Murature in Fiorito, ist prall gefüllt von Reportern und Totis. Alle lassen sich volllaufen. An diesem Ort, angebetet mit argentinischen Nationalfahnen, Postern von Diego, Che (Anm.: Guevara) und Palermo, bleibt nicht ein Stuhl frei, also setzen sich einige auf die Billardtische. Es fehlt noch ein bisschen, bis das Spiel beginnt und es gibt einige, die bereits die Bewegungen zur wettbewerbsfähigen Vorbereitung gemacht haben: Die Dehnung zur Mango (Anm.: Umgangssprache für Geld) sowie zur Theke hin und zurück. Der Liter Bier kostet sieben Pesos und das Glas Wein zwei. „Siehst du? Die Männer hier schwitzen nicht durch den Fußball, sie nehmen ihn trinkend zu sich“, deutet Cacho, der Besitzer, an. Im Fernseher erscheint Maradona in einem grauen Anzug. Wahnsinn! Diego? Nein, der Anzug. Der Schneider hat sich wohl in der Größe vertan. Cacho kommentiert, das er den Staubfusel einige Male hier in Fiorito gesehen hat. „Es ist nicht lange her, als er das letzte Mal kam, eh. Das war wegen seiner Freundin, Verónica, die hier um die Ecke in der Straße Pilcomayo lebte“,  präzisiert er während er die Augen nicht vom Fernseher wegbewegt. Hier ist der Fernseher weder ein LCD noch ein Plasma-Bildschirm. Was macht das schon aus. Der Apparat steht oben in einer Ecke, wie ein Altar, und wir alle bringen ihm unsere Zuneigung entgegen, als wäre er eine wundervollbrigende Maschine.

Das Wunder nähert sich. Es taucht Heinzes Kopf auf. Die Bar „Cacho“ ist außerdem, das entdecken wir jetzt erst, gefüllt von Fässchen. Vorher schaute man aus den Augenwinkeln auf Heinze und jetzt, und jetzt, „Großartiger Gringo (Anm.: Heinzes Spitzname)“. In der Bar gibt es Umarmungen, Schreie und ein Menü: Cacho bietet hausgemachte Cannelloni und im Ofen gemachtes Steak mit Kartoffeln an.  Eine Weile später sehen wir, im Fernseher, wie uns der Nigerianer Obina fast in den Ofen schiebt. Wir machen das klar.

Villa Fiöriten (Anm.: Der Name soll deutsch wirken). Mittlerweile regnet es kräftig. Unser Auto fährt durch das Viertel. Es ist Halbzeit und das Landschaftsbild ist wie erwartet: Argentinien führt. In Fiorito, einem der ärmsten Orte im großstädtischen Raum, ist die Landschaft auch wie erwartet: man sieht unsicher gebaute Häuser, Hunde zwischen all dem Müll, Karren der Cartoneros (Anm.: Papier –und Müllsammler). Auf den Straßen befindet sich nicht eine Menschenseele bis sich die Landschaft ein wenig ändert: Auf einmal laufen hier zwei… Deutsche.

„Simon Osladil“, stellt sich ein zwanzigjähriger Blondschopf mit Brille, geboren in der Nähe von Köln, vor. An seiner Seite befindet sich Desiree Haun, auch sie ist Landsmännin von Beckenbauer und Claudia Schiffer. „Ich bin aus Bayern“, sagt Desiree, „es ist unglaublich, niemand ist auf der Straße. Ich dachte, ich sei die einzige Person auf der Welt“. Simon ist Fan des FC Bayern Micho (Anm.: Micho ist der Spitzname von Martin Demichelis, einem argentinischen Spieler des FC Bayern München) und erzählt, dass er hierherkam, da er nach dem Abschluss der Schulzeit in Deutschland einen Militär –oder Sozialdienst machen musste. Er wählte das soziale Jahr, reiste nach Argentinien und nun, zusammen mit Desiree, führt er Gemeinschaftsaufgaben in der Fundación Che Pibe aus, das sich mit der Essensausgabe an Kinder aus dem Viertel beschäftigt und ihnen Aktivitäten sowie Workshops anbietet. Im Projekt schauen die Jungs das Spiel, klar. Außerdem angesteckt vom Fernseher sind Simon und Desiree. Beide tragen das Trikot der argentinischen Nationalmannschaft. „Der Name des Schiedsrichters, Stark, bedeutet ‚Fuerte‘“, schildert Simon detailliert.

Marcos, einer der Jugendlichen des Che Pibe, sagt, dass die Nummer 10, Diego, dem Projekt einen Reisebus  schenkte, wie auch den Rasen, die Flutlichter und die Tore für den Fußballplatz des Viertels. In Fiorito erzählt man, dass Frau Tota, als sie ihn zur Welt brachte, „Tor!“ schrie. Hier haben wir bereits Tor geschrien, aber es bleibt weiterhin eine Geburt: der Nigerianer Uche schießt frei vor dem Tor daneben. Wenige Meter vom Projekt entfernt, in der Straße Azamor, ist das Haus der Zehn. Man erzählt uns, das Haus sei belegt durch Cartoneros und, als wir uns dem Ort nähern wollen, droht ein Herr damit, Steine auf uns zu werfen. Uns einen Schutzhelm überziehend beendet Nigeria das Spiel, als der Schiedsrichter pfeift. Wir atmen auf. Die Geburt ist vorbei.

Bild oben: Bar de Cacho. Die Männer feiern in der Bar in Fiorito in der Straße Murature. „Bis zum Finale hören wir nicht auf“, prognostiziert Cacho, der Besitzer.

Landkarte: Fiorito befindet sich im Süden von Gran Buenos Aires, im Partido Lomas de Zamora.

Bild unten links: Das Haus Gottes, besetzt. Das Haus in dem Diego geboren wurde ist das Blaue. Die Nachbarn sagen es sei besetzt von Cartoneros. Außenstehende dürfen sich dem Ort nicht nähern.

Bild unten rechts: Fundación Che Pibe. Der erste von links ist Simon; die Blonde auf der rechten Seite ist Desiree. Deutsche in Fiorito.


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Erfahrungsbericht Nummer 5

Simon geht weltwärts! - Do, 06/10/2010 - 03:48

Liebe Freunde und Interessierte,

nun ist auch mein 5. Erfahrungsbericht fertiggestellt, der die Monate März & April behandelt. HIER klicken zum Download! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und freue mich über jegliche Rückmeldungen!

Liebe Grüße aus dem winterlich-werdenden Buenos Aires,

Euer Simon


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The truth...about Peru

Katja goes weltwärts in Peru - Do, 05/20/2010 - 09:36
Da ich lange nichts mehr geschrieben habe, möchte ich an dieser Stelle für mich (mehr oder weniger) wichtige Passagen meines Reiseführes zitieren:

"Vegetarier sind in Peru gut aufgehoben."

"Von den 186 peruanischen Schlangenarten sind lediglich 32 giftig genug, um Menschen gefährlich zu werden. [...]Die massive Anaconda, die bis über 10m lang werden kann [...]"

"Weibliche Reisende, die die Knie bedeckt halten und einen BH tragen, vermeiden viele unangenehme Situationen."
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Inauguración de la clase de informatica – Eröffnung der neuen Computerklasse

Fionn geht Weltwärts - Mi, 05/19/2010 - 13:49

Hoy voy a escribir en español por los donantes de la República Dominicana. Siguiente una noticia alemana para mis lectores alemanes:

TEst Ich schreibe heute mal auf Spanisch, weil ich diesen Artikel auch an Spender aus der Dominikanischen Republik richten werde. Wenn ihr wollt, lasst es euch von Google übersetzen: Link.

Gracias a los donantes de AFS-República Dominica e Alemania

Gracias a todo ustedes de la donación de hardware para mi clase de informática. Hemos colectado con AFS República Dominicana $ 6.500 pesos. Con este dinero financimos los audífonos de mi clase, unos „Mousepads“ y una parte del transporte del equipo de Alemania.  Aqui tambien muchas gracias a mi padre Henning, que ha organizado el transporte de Alemania. Los niños les gustan muchísimo los computadores mas rápidos y especialmente que ahora tenemos sonido. Hemos escrito una pagina sobre el proyecto. Se puede ver aqui (http://edubuntu.wikidot.com). Ahí hay informaciones sobre el proyecto „Edubuntu en la escuela – Santo Domingo – República Dominicana“.

Vamos pa’lante

Unas fotos:

Estudiantes usando Edubuntu

Y hay reglas :)

Jugando

El parte oficial de la inauguración con mis jefes y compañeros

Edubuntu-Tafel - Santo Domingo :-)

El material informativo de la inauguración:

PDF-Handout

Hasta la próxima vez (cierto de mis vacaciones en EE UU, ayy en 4 horas se va mi avión :) )


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Monatsbericht April 2010

Die Zeit nimmt seinen ständigen Lauf Und bringt einen neuen Bericht hierauf!
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Foto statt Text

Fionn geht Weltwärts - Mi, 05/05/2010 - 05:23

Nachbarsjunge Andy aus meinem Viertel  Guaricano (in einem GuaGua nach einem Strandausflug)


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Estudiantes norteamericanos e otorrinolaringólogo

Fionn geht Weltwärts - Mo, 05/03/2010 - 07:06

Als ich schon bei Sauna-Temperaturen im Bett lag und vergeblich versuchte zu schlafen, kam meine Gastmutter und meinte sie habe eine Überraschung für mich. Sie zeigte mir folgenden Artikel:

Foto von Paula und mir in der dominikanichen Zeitung "el nacional"

Die Bildunterschrift sagt: „Dos estudiantes norteamericanos de español revisan las ofertas de Santillana. Bajos precios en Punto de Lectura.“

Übersetzt: „Zwei nordamerikanische Spanisch-Studenten gehen die Angebote von Santillana durch. Niedrige Preise im Lesepunkt.“

Halloo??????????  Spinnen die????

1) Wir sind keine Nordamerikaner.

Gerade Journalisten sollten wissen, dass es noch eine Welt abseits Amerikas gibt. Mittlerweile habe ich mich schon daran gewöhnt, dass mich so gut wie jeder Dominikaner als Amerikaner identifiziert. Aber Journalisten….. So etwas zu behaupten… Halte einfach nur für dumm.

2) Wir sind keine Spanisch-Studenten. Wir arbeiten hier.

3) Keiner fragte uns wegen der Veröffentlichung…

Wie ist das denn rechtlich? Darf man ohne unser wissen Fotos von uns machen und es dann in der „National Zeitung“ veröffentlichen? Vielleicht nimmt man ja automatisch irgendeinen Reglung an, indem man diese Messe betritt? Keine Ahnung, weiß das jemand?

Könnte ja sein, dass es da zum Ehestreit kommen könnte, wenn ein Partner mit nem anderem plötzlich in der Zeitung auftaucht.

Ich meine gefreut habe ich mich trotzdem aber fand es irgendwie dreist vom Autor, einfach irgendwas zu erfinden. Er hätte doch auch so etwas schreiben können: „Zwei ausländische Besucher schauen im Santillana nach spanischen Büchern.“… Oder noch besser, einfach mal nachfragen… Es hätte auch nicht geschadet mal Dominikaner zu zeigen, die sich für Bücher interessieren.

Demnächst mehr von der Buchmesse „Feria del libro“.

Nebenbei:

„otorrinolaringólogo“ hat mich ein ganzen Abend gekostet es aussprechen zu können. Es ist der Hals-Nasen-Ohrenarzt. Wenn ich das irgendwann in einem normalen Gesprächen benutzen kann, dann kann ich Spanisch :-)


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4. Erfahrungsbericht

Simon geht weltwärts! - Sa, 05/01/2010 - 19:11

Liebe Freunde,

im Folgendenen hänge ich euch nach langer Zeit des Wartens auch den 4. Erfahrungsbericht aus meiner Zeit in Argentinien an, den ihr HIER ansehen und herunterladen könnt.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen des Berichtes und einen schönen verbleibenden 1.Mai-Feiertag!


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Artikel in der WAZ

Simon geht weltwärts! - Do, 04/29/2010 - 03:16

Bevor ich in den nächsten Tagen meinen 4. Erfahrungsbericht hier veröffentlichen werde, noch einen kleinen vorab-Artikel: Vor 2 Wochen begleitete mich der deutsche Reporter Kai Behrmann einen Tag bei meiner Projektarbeit und verfasste anschließend einen Artikel darüber, den er an diverse Siegener Zeitungen schickte. Heute wurde er schließlich auf auf dem Portal der WAZ Mediengruppe veröffentlicht, dazu bitte HIER klicken! Viel Spaß wünsche ich beim Lesen!

Viele Grüße aus Buenos Aires, euer Simon.


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Problem Weltwärts, BMZ, Entsendeorganisationen & Co

Fionn geht Weltwärts - Mo, 04/26/2010 - 20:33

Hier ein lange auf sich wartender aber endlich erschienener Artikel von dem „Magazin für globale Entwicklung und ökumenische Zusammenarbeit“ (Link):

Meine Meinung dazu weiter unten.

Ministerium: Kürzung bei „weltwärts“ kein Problem

Das Freiwilligenprogramm „weltwärts“ für junge Leute gilt als Erfolg. Doch jetzt wurden die Mittel gekürzt, und auch die Zahl der zu Entsendenden soll langsamer steigen als bislang geplant. Das legt eine neue kirchennahe Studie nahe, aber auch im Entwicklungsministerium denkt man so.

Bis zu 10.000 junge Leute im Alter von 18 bis 28 Jahren sollten jährlich in alle Welt entsandt werden, um „lernend und helfend“ zu erfahren, warum Entwicklungszusammenarbeit wichtig ist. Das war die Idee, als das Entwicklungsministerium (BMZ) das „weltwärts“-Programm 2008 auflegte. Bis zu 70 Millionen Euro Unterstützung sollten dafür alljährlich fließen.

Inzwischen werden kleinere Brötchen gebacken. In den zwei Jahren seit dem Start sind nur rund 5800 junge Freiwillige entsandt und an Partnerorganisationen im Ausland vermittelt worden – teils über den staatlichen Deutschen Entwicklungsdienst (DED), teils über nichtstaatliche Organisationen, darunter viele kirchliche. Kostenpunkt: rund 30 Millionen Euro pro Jahr. Weil das deutlich weniger ist, als ursprünglich veranschlagt, hat der Haushaltsausschuss des Bundestags den BMZ-Ansatz für 2010 von 40 Millionen Euro kurzerhand auf 29 Millionen Euro gekürzt.

Das bedeutet nicht Aufwuchs, sondern Stillstand. Bei nichtstaatlichen Entsendediensten hat das Besorgnis ausgelöst, weil das BMZ zugleich eine höhere Zahl von DED-Freiwilligen anvisiert hat. Eine solche Steigerung würde zwangsläufig auf Kosten anderer Entsender gehen. Diese haben dem Ministerium deshalb vorgeschlagen, den DED als „flexibles Instrument“ einzusetzen: Der staatliche Dienst solle nur dann mehr Freiwillige als bisher schicken, wenn die nichtstaatlichen Entsender das Kontingent an möglichen zusätzlichen Stellen nicht ausschöpfen können. Darüber wird derzeit im Beirat von „weltwärts“ diskutiert.

Partner wollen „berufsähnliche Vorerfahrungen“

Hans-Peter Baur, im BMZ für den Freiwilligendienst zuständig, weist die Bedenken der nichtstaatlichen Entsender zurück: „Kriterium ist allein die Qualität“; irgendeine Quotierung werde es nicht geben. Indes sieht das BMZ derzeit kein Problem darin, dass die „weltwärts“-Mittel stagnieren – und wird darin von einer Begleitstudie bestätigt, die demnächst ein Team des Evangelischen Forums entwicklungspolitischer Freiwilligendienste (eFeF) und der Katholischen Hochschule in Köln vorlegen will. Unisono heißt es, Qualität müsse vor Quantität gehen. Josef Freise, Professor an der Katholischen Hochschule, hält unter anderem fest: Die Partnerorganisationen in den Einsatzländern wünschten sich „berufsähnliche Vorerfahrungen“, die den jungen Leuten aus Deutschland oft fehlten. Das Förderprogramm solle sich vom Ziel verabschieden, möglichst schnell möglichst viele Freiwillige zu entsenden. Geboten sei ein „organisches Wachstum“ und mehr fachliche Qualifizierung.

Wesentlich stärker als bisher müsse zudem der inhaltliche wie personelle Austausch mit den Partnerorganisationen gepflegt werden – inklusive eines „Reverse-Programms“, das deren Mitarbeitern und Freiwilligen Aufenthalte und Fortbildungen in Deutschland ermöglicht. Diesen Vorschlag weist Baur allerdings entschieden zurück: „Das ‚weltwärts’-Programm reziprok denken, kann man nicht“, sagt er. Im übrigen biete die BMZ-Durchführungsorganisation InWent Fortbildungen längst an.

Auch Baur betont aber, dass „Konsolidierung“ angezeigt sei. Und Mängel in der Vorbereitung wie auch der Durchführung sieht Baur vor allem bei einzelnen der rund 200 nichtstaatlichen Entsender. Näheres soll demnächst eine BMZ-Evaluierung aufzeigen. Jürgen Deile indes, der beim Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) für „weltwärts“ zuständig ist, verweist auf die BMZ-Richtlinien zur Umsetzung des Programms, die unter anderem Kriterien für die Auswahl der Freiwilligen enthalten. Natürlich werde nicht jeder beliebige Bewerber genommen, sondern darauf geachtet, dass ein Freiwilliger zum Profil einer Partnerorganisation passe. Der EED jedenfalls bekomme von seinen Partnern in den Einsatzländern in der Regel die Rückmeldung, dass die „weltwärts“-Freiwilligen eine Bereicherung seien. (di/ell)

Markierungen und Rot von mir.

Ich denke die betreffenden Passagen sagen alles über unsere Probleme hier im Ausland. Dadurch ist es verständlich, aber nicht gut zu heißen, wie AFS mit dem Programm arbeitet. Trotzdem: Alle Kritik über AFS nehme ich wieder zurück, ich würde auch nicht nein sagen, wenn Deutschland mir fette Kohle in die Hände drückt… AFS macht tolle Arbeit im Bereich des interkulturellem Lernens/Schüleraustausch. Meiner Meinung liegt der Ursprung, die Quelle, allein beim Programm vom BMZ.  Durch das Alter von Weltwärts (2 Jahre) lässt sich dem aber auch nichts vorwerfen. Wir stecken halt grad in einem Lern-, Probierprozess der deutschen Entwicklungs- /Zusammenarbeitspolitik. Ich bin jedoch glücklich, dass die Zuständigen auf genau diese Probleme gestoßen sind, in denen viele von den WW-Freiwilligen sich gerade befinden.

Beispiel eines Freiwilligen (ohne Namen): Der Freiwillige freute sich schon sehr auf das spannend klingende Projekt. Jedoch seit der Ankunft im betreffenden Land, wurde er nicht integriert, hatte keine Möglichkeiten Ideen mit einzubringen, wurde von Projektverantwortlichen sogar bei der Arbeit behindert. Vielleicht aus „Neid Gründen“. Nach dem Motto „Jungspund aus Europa soll es besser wissen als wir“. Es wurde so schlimm, dass dem Freiwilligen vom Arzt Antidepressiva verschrieben wurde. Dabei merkte er, dass es zu weit geht und brach das Jahr verständlicherweise ab.

Da kann mir keiner Sagen, dass dieses Projekt vorbereitet wurde, dass ein deutscher Freiwilliger, mit wenig bzw. keinen Berufserfahrung kommt und dass das Projekt vom BMZ und der Endsendeorganisation (AFS) korrekt ausgewählt und geprüft wurde. Deshalb ganz nach dem Artikel:

Das Förderprogramm solle sich vom Ziel verabschieden, möglichst schnell möglichst viele Freiwillige zu entsenden.

Für uns heißt es: Das beste drauss machen… Ich kann natürlich nur für mich sprechen, alles anderen weiss ich nur vom Hören/Sagen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es sehr schwer sein kann vom Projekt eine gewisse Ablehnung entgegengebracht wird. „Wir wollten einen ausgebildeten Fachman anstatt einen blauäugigen Schulabgänger“. Ich denke genau das ist“ Entwicklungshilfe/Zusammenarbeit“. Kämpfen um freiwillig zu arbeiten. Hört sich zwar irgendwie paradox an aber so ist es hier. Hier wird einem nix auf dem Tablett serviert. Auch bei meinem „vorzeige“ Projekt läuft es lange nicht wie gewollt. Ständiges warten auf Unterstützung der Mitarbeiter, kaum internes Interesse um das Programm nach meiner Zeit weiterzuführen, wobei das öffentliche Interesse wiederum riesig ist. Bei jedem Treffen oder offiziellem Anlass wird mein Projekt in den Himmel hochgeredet. Reden aber nichts machen“ könnte in der Nationalhymne vorkommen.

Was Weltwärts angeht, bleiben wir wieder bei dem alt bekannten Spruch hängen:

Qualität statt Quantität


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Einfach mal so…

Fionn geht Weltwärts - Sa, 04/24/2010 - 07:58

Die vergangenen Blogeinträge habe ich immer zu besonderen Anlässen geschrieben. Das liegt wahrscheinlich daran, dass man sich nach einiger Zeit an alles gewöhnt und dass die Besonderheiten weniger werden. Vielleicht ließ auch dadurch meine Schreiblust nach. Jetzt hab ich gerade mal wieder Lust ein bisschen aus meinem dominikanischem Leben zu schreiben. Im Moment gefällt es mir echt Gut. Ich komme mit meiner Familie super klar, Projekt läuft einigermaßen und ich fühle mich einfach wohl. Mal abgesehen von der unertragbaren Hitze, die noch lange nicht auf ihrem Höhepunkt angekommen ist, und meine momentane evtl. dadurch resultierenden Sportfaulheit.

Ab und zu denke ich, während ich irgendwo unterwegs bin, darüber könnte man doch super schreiben. Meistens verschwinden diese Gedanken dann relativ schnell wieder. So zum Beispiel während ich von einem Ausflug von einer Natur-Thermalquelle zurückging. Alejandro, ein Nachbarsjunge mit etwa 14 Jahren und ich liefen an Ostern in Guayabal zu den „La tina, agua caliente“. Alle erzählten uns, wie schwer es doch sei dort hin zu gelangen. Da ich aber den drang hatte noch was zu machen,  haben wir uns zu zweit auf den Weg gemacht. Der Junge war super sportlich und daher kamen wir schon nach 1,5 Stunden schnelles Marschieren an. Die Natur hat mich mal wieder umgehauen. Wir liefen auf landwirtschaftlich genutzten Pfade und Wege. Oft kamen uns Kinder auf Pferden entgegen, die irgendwelche Lebensmittel abgebaut hatten. Einmal kamen uns 2 Bauern entgegen, schwer beladen und fragten uns nach dem Weg nach Guayabal, sie sagten, sie seien aus „Matanza“ und bringen Sachen für den Markt. Ich kam mir vor wie im mittelalterlichen Ken Follet Roman. Der Blick auf die Bergen, die das Flusstal bildeten, war echt atemberaubend. Der Weg führte uns an dem Flussbett entlang und oft mussten wir durch den Fluss auf die andere Seite waten. Alte Indio-Höhlen sahen wir. Genau diese Art von Tour macht mir Spass. Abseits von ausgetrampelten Pfaden, Touristen Hochburgen und dummrumlabernde Profi-Alleswisser-Guides (es soll auch ausnahmen geben, aber hier im Land bezweifle ich das).

Anfangs war es ein komisches Gefühl nach einem langen anstrengenden Marsch in etwa 30 Grad warmes Wasser zu gehen. Aber nachdem ersten Hitzeschock war es einfach nur der Wahnsinn. Mir wurde bewusst, wie lange ich keine Badewanne mehr hatte. Wie schön es doch ist, sich in heißem Wasser, mitten in wunderschöner Natur, zu aalen.  Nebenbei assen wir einen sehr leckeren Salat, der im Fluss wuchs, und tranken selbst gemachten Orangensaft. Diese Flusspflanze soll auch gut bei Krankheiten sein. Kann mich leider nicht mehr an den Namen erinnern. Davon pflückten wir dann auch noch eine Tüte um ihn mit Essig, Salz und Limone im Haus zuzubereiten. Nun zurück zum eigentlichen Thema, der Blog. Wir liefen stumm durch dieses wunderschöne Flusstal. Und woran dachte ich??? An den Blog! Komisch. Ich überlegte, wie man wohl am besten eine Geschichte aus dem Ausflug machen könnte. Ich überlegte, wie diese ganzen Eindrücke wohl einzufangen sind. Ob man den Geruch beschreiben könnte, die Geräusche, den Geschmack der Pflanze, die Aussicht,usw… Vermutlich nicht. Selbst ein Ken Follet wüsste da wohl auch nicht mehr weiter. Da müsst ihr wohl doch mal eine Reise hier her machen.

Flussbett Guayabal Alejandro mit Bergpanorama Flüsse und Berge in der Dominikanische Republik La tina-agua caliente, warme Quelle Guayabal - Matanza

Ich wollte eigentlich aus meinem Alltag schreiben. Immer wieder schweife ich auf die Touren ab. In Santo Domingo hat eine Buchmesse, „La Feria Internacional del Libro“ aufgemacht. Anfangs etwas skeptisch besuchten wir sie und waren total positiv überrascht. Da haben sie echt mal was tolles auf die Beine gestellt. Darüber das nächste mal mehr.


Kategorien: Südamerika

Computer aus Deutschland sind angekommen!!!

Fionn geht Weltwärts - Mi, 04/14/2010 - 22:19

Die komplette Woche nach Ostern konnte ich wegen einer Ohrenentzündung nicht arbeiten. Ich kam endlich mal wieder viel zum lesen und schlief viel. Dann am Freitag -Vormittag rief mich eine Schweizerdeutsch sprechende Dominikanerin an und fragte wo die Lieferung denn hingebracht werden soll. Eine Stunde würde es dauern. Trotz den sich verbessernden Ohrenschmerzen wollte ich natürlich anwesend sein, wenn die Computer ankommen. Daher machte ich mich fertig und kämpfte mich von meinen Geschwistern los, die lieber mit mir spielen wollten. Ich kam auf die Minute genau an und erklärte dem Lastwagen, wo wir die Kartons am besten abladen konnten.

An alle Computer-Spender schon mal: Danke!!!

Natürlich machte ich mich gleich daran zu schauen, was drin ist. Ich fühlte mich, wie ein kleines Kind an Weihnachten :-) Super Computer!!! Die Freude war leider sofort wieder verschwunden, als ich feststellte, dass 9 von 13 PCs mit der Stromversorgung hier nicht klarkommen. Einen konnte ich reparieren, indem ich das Netzteil austauschte. Aber die anderen laufen einfach nicht. Jedoch hab ich im Internet schon gesehen, dass es Adapter für europäische Geräte in amerikanischen 100-120v Netzen gibt. Mein Gesicht strahlte wieder, als ich die Server von meinem „Schwippcousin“ auspackte. Es sind 3 Server, 2 funktionierende und 1 Ersatzteillager. Wow, für alle technisch begeisterte: 2 Xeon 2,8 Ghz Prozessoren (mit hyper-threading technology das System denkt also es hat 4), 2-4 GB DDR2 RAM, SCSI Platten, 2 GBITS Ports… Super!!! Diese wurden in deutschen Schulen ausgemustert, unvorstellbar. Ich kämpfe mich mit 300-600 Mhz rum und in Deutschland werden solche Server ausgemustert. Trotzdem toll, dass es dann so nette Menschen gibt, die sie dann an Projekte wie dieses weitergeben.

Gestern kam Besuch von der deutschen Botschaft aus Santo Domingo. Mit dem Botschafter hatten wir nicht die Ehre, sondern mit dem sehr netten Stellvertreter Peter Benger. Die Botschaft wollte uns mal besuchen, um zu sehen was wir so machen. Unser Projekt hatte andere Vorstellungen von dem Besuch der Botschaft: Geld. Verständlich einerseits, aber wie sie es anstellten war meiner Meinung nicht so klug um nicht zu sagen gierig-dreist. Zu erst, waren total viele Leute anwesend, die Oberchefs, jeder Abteilungsleiter und Mitarbeiter, die ich vorher noch nie gesehen hab. Noch vor der Vorstellungsrunde fingen sie an, ihn um Spendengelder zu bitten. Er erklärte öfters, dass die Botschaft für solche Angelegenheiten nicht verantwortlich ist, sondern das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), was die Projekte zulässt oder nicht. Ganz als Diplomat, machte er keine Zusagen oder Versprechungen sondern sagte er werde sich Informieren. Das musste er noch öfters über sich ergehen lassen aber er machte seinem Job alle Ehre und managte es bestens. Daraufhin gings dann zur Vorstellung und wir konnten ein bisschen über unsere Projekte erzählen. Am Ende konnten wir uns dann auch endlich ein bisschen auf Deutsch unterhalten und machten noch einen Besuch in meinem Klassenzimmer, wobei folgendes Foto entstand.

Besuch der deutschen Botschaft - IT-Klasse Santo Domingo

Die nächste Zeit werde ich damit verbringen, die Computer im dominikanischen Stromnetz lauffähig zu machen, GBit in der Klasse zu installieren (erhöhte  Netzwerk-Geschwindigkeit), Serverschrank zu besorgen und die Server einzurichten.

Dazu muss ich noch etwas über den Chef der IT-Abteilung schreiben. Er war total begeistert von meinen Servern und fragte gleich, ob ich denn alle benötigen würde. Ich sagte, dass primär mein Projekt zählt, falls am Ende etwas über bleibt, könnte man es sich überlegen einen der Server anderweitig zu benutzen. Dann kam er jedoch zu dem Entschluss, dass es ja gar nicht möglich sei Windows zu benutzen, da es ja Linux-Server sind. Mein Informatiker-Herz heulte, als ich das hörte. Jeder (erst recht Leute, die in dem Bereich arbeiten, wie z.B. IT-Abteilungs-Chefs) weiß sollte wissen, dass Hardware und Software zwei unterschiedliche Dinge sind. Und das man natürlich auch verschiedene Software (Linux/Windows) auf der gleichen Hardware verwenden kann. Sorry, ich will wirklich nicht überheblich wirken, aber… Ahhh….

Meinem Spanisch geht es immer besser. Irgendwann in der Zeit, 6 Monate nach der Ankunft, habe ich einen Wechsel gespürt. Natürlich fehlt noch einiges. Vor allem am Vokabular. Aber man merkt, dass die Basis sitzt und dass die Verben ohne nachzudenken in die verschiedenen Zeitformen konjugiert werden.

Auf die vielen Nachfragen, ob meine Familie noch umzieht oder nicht kann ich euch und mich beruhigen. Wie es ausschaut, bleiben wir in Guaricano – Santo Domingo Norte. Die Gruende weiss ich nicht genau, vielleicht machen sie es auch wegen mir, weil ich meiner Gastmutter sagte, dass ich mich hier wohl fühle, Leute kenne und Metro und Carros (die Autos mit denen 7 Passagiere fahren) benutzen weiß. Natürlich sagte ich ihr nicht, dass ich es einfach nicht wollte von einem Armenviertel in ein anderes zu ziehen, in dem wieder alles neu ist. Auch der Luxus, dass ich ein eigenes Zimmer hab, in das ich gehen kann, wenn mich einfach alles nervt. Selbstverständlich wäre ich mit umgezogen, falls sie es wirklich gemacht hätten. Vielleicht wäre es auch schöner dort gewesen. Sie sagte mal, dass es dort meist fließend Wasser gäbe und ein grösseres Wohnzimmer. Obwohl ich oft in der Zeitung lese, dass es viele Probleme mit der Wasserversorgung in Santo Domingo gibt. Natürlich meist in so ärmeren Wohnvierteln wie Guaricano.

Einen beängstigend jedoch interessanten Artikel las ich hier. Da geht grob darum, dass es leider auch unter der DomRep einige tektonischen Platten bewegen und dass ein Erdbeben mit 7.5 auf der Richterskala möglich sei. Echt schlimm. Erst recht mit den Bildern in Haiti im Kopf. Eines Nachts stand ich auch auf und hoerte ein Klakkern, wie ich es bei dem Erdbeben in Haiti von der Stahltuer hoerte, und schreckte erst mal auf. Es war nur irgendein aehnliches Geraeusch aus der Nachbarschaft aber dann wurde mir bewusst, wie eingesperrt ich bin. Meine Fenster haben Eisengitter, die Tür ist mit einem Einhängeschloss verriegelt und bis ich den Schlüssel finden würde, wäre es schon wieder fast vorbei. Auch die Haeuser in vielen Gegenden der Stadt sehen nicht sehr Erdbebensicher aus. Aber es wird ja nix passieren!!! In dem Zusammenhang stoß ich auch auf folgenden Link. Eine deutsche Krisenvorsorgeliste: Link. Es ist eine Liste, die im Katastrophenfall an betreffende Behörden oder Hilfsorganisationen weitergegeben wird. Als Nebeneffekt werden auch automatisch Informationen zu Wahlen an Auslandsdeutsche weitergeleitet.

In letzter Zeit gehe ich auch super gern ins Kino. Ich habe ein Programmkino gefunden, indem nicht nur „herkömmliche“ Filme gezeigt werden. Das erste Mal bin ich mit 2 dominikanischen Freunden gegangen und es kam zufällig ein deutscher Film aus Österreich. Selbstverständlich mit spanischen Untertitel. Echt krasser aber guter Film mit authentischen Schauspielern. Import/Export. Und jetzt ratet mal, was der Eintritt kostet? 50$ Pesos, 1€….


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März 2010 – Großer Reisebericht mit vielen Fotos

Lieber Leser, In meinen ersten Ferien habe ich die Zeit genutzt und viele Orte Perus kennengelernt. Lesen Sie den Reisebericht, es lohnt sich! Reisebericht März 2010
Kategorien: Südamerika